Prozessoren mehrerer Hersteller sind von Sicherheitslücken betroffen

Neue Prozessor-Sicherheitslücken: Updates rasch installieren

Dienstag, 22. Mai 2018 | 16:17 Uhr

Kaum sind die am Jahresanfang bekanntgewordenen Sicherheitslücken bei Prozessoren (CPUs) weitgehend gestopft, haben Forscher weitere CPU-Schwachstellen entdeckt. Sie werden als Spectre Next Generation (Spectre-NG) bezeichnet und führen ebenfalls dazu, dass Angreifer unter Umständen Speicherbereiche auslesen können.

Für Endanwender besteht laut IT-Sicherheitsexperten aber kein besonderer Handlungsbedarf – mit Ausnahme der sonst auch obligatorischen raschen Installation verfügbarer Software-Updates, insbesondere bei Betriebssystemen und Browsern.

Aktuell ist es nicht möglich, die Spectre-NG-Lücken vollständig zu beseitigen, das Risiko kann lediglich softwareseitig gemindert werden. Immerhin sind außerhalb von Laborbedingungen aktuell keine Angriffe bekannt, die die neuen Sicherheitslücken ausnutzen.

Es besteht nun aber jederzeit das Risiko, dass Täter Angriffsmethoden entwickeln. Damit könnte schlimmstenfalls Vertrauliches wie Passwörter, Kryptoschlüssel oder andere sensible Daten aus dem Arbeitsspeicher (RAM) ausgelesen und missbraucht werden. Neben Intel- und AMD-CPUs sollen auch die überwiegend in Mobilgeräten eingesetzten ARM-basierten CPUs betroffen sein.

Von: APA/dpa