Verwaltungsrat soll bald der Vergangenheit angehören

Neue Struktur für die ASWE

Dienstag, 14. Juli 2015 | 15:51 Uhr

Bozen – Die Südtiroler Landesregierung forciert ein einheitliches Führungskonzept für alle Agenturen des Landes. Unter den Landesagenturen bildet die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) die große Ausnahme. Während alle anderen Agenturen des Landes lediglich von einem Direktor geführt werden, wird die ASWE sowohl von einem Direktor als auch einem Verwaltungsrat geführt. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und Obmann, Walter Blaas, erkundigte sich über das Vorhaben der Landesregierung und den Folgen für das Agenturwesen.  
 
„Die Landesagenturen sollen laut Ansätzen der Landesregierung alle eine einheitliche Governance-Struktur aufweisen“, entnimmt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete einleitend aus der Antwort auf seine Anfrage. „Die einheitliche Struktur sieht den Direktor als gesetzlichen Vertreter vor und würde künftig keinen Verwaltungsrat und Präsidenten mehr berücksichtigen. Die einfachere Verwaltungsstruktur soll unter anderem schnellere Entscheidungswege ermöglichen“, so Blaas.
 
„Im Jahr 2014 wurden den Mitgliedern des Verwaltungsrates insgesamt 16.000 Euro brutto ausbezahlt“, erklärt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Durch das Wegfallen des Rates würde sich diese Summe einsparen lassen. Hinzu würde die monatliche Entschädigung des Präsidenten in der Höhe von 360 Euro brutto kommen sowie die Sitzungsgelder.“
 
„Etwa 800 Millionen Euro verwaltet die Agentur, wovon 260 Millionen Euro dem Fond für die Hausfrauenrente zuzurechnen ist. Daneben wurden 240 Millionen Euro für Großprojektkredite aufgenommen hinsichtlich Rollmaterial, Militärwohnungen oder dem Verbrennungsofen. Die restlichen 300 Millionen Euro entfallen auf Sozialleistungen“, erläutert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Blaas.
 
„Es ist bemerkenswert, dass erst jetzt die Landesagenturen eine einheitliche Verwaltungsstruktur erhält“, betont Blaas abschließend. „Von zentraler Bedeutung sind die schnelleren Entscheidungswege, die Effektivität und die Kosteneinsparung.“

Von: ©mk

Bezirk: Bozen