Zukunft von Niki-Mitarbeitern in der Schwebe

Niki-Mitarbeiter dürfen auf neue Jobs hoffen

Freitag, 15. Dezember 2017 | 17:07 Uhr

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.

Das wertvollste an Niki sind die Start- und Landerechte. Diese erlöschen zwar, wenn eine Airline nicht mehr fliegt, davor läuft aber ein Prüfverfahren des Verkehrsministeriums. Eine Frist dafür gibt es nicht, Niki-Vertreter gehen davon aus, dass sie zumindest sieben Tage, eventuell auch bis zum Jahresende, noch Zeit bekommen, Niki wieder in die Luft zu bekommen. Dazu müsste aber in wenigen Tagen ein Käufer gefunden werden. Airline-Gründer Niki Lauda hat öffentlich sein Interesse bekundet, auch die Konkurrenten Thomas Cook und Ryanair wollen zumindest Teile von Niki übernehmen. Vorteil für alle: Dank Insolvenz können sie Niki ohne Schulden übernehmen.

Die Hoffnung auf einen Weiterbetrieb von Niki ist dennoch gering. Deutlich konkreter sind Jobangebote der Konkurrenz an Niki-Mitarbeiter. Schon kommende Woche und damit noch vor Weihnachten wolle man Niki-Piloten und Flugbegleitern konkrete Jobzusagen machen, versprach Eurowings Geschäftsführer Michael Knitter. Das Auswahlverfahren soll am Dienstag und Mittwoch über die Bühne gehen. 100 Piloten und 400 Crew-Mitglieder am Standort Wien, noch mehr in Deutschland und Palma, würden gesucht. Die Konditionen seien besser als jene von Niki.

Konkurrenziert wird Eurowings von der Schwestergesellschaft AUA, die beide zum Lufthansa-Konzern gehören. Die AUA sucht 200 Piloten und 300 Flugbegleiter sowie Techniker und anderes Personal. Auch sie will rasch und unbürokratisch Posten vergeben. Die ÖBB und die Westbahn wiederum wollen Niki-Mitarbeiter auf die Schiene bringen. Damit gibt es zumindest für schnell entschlossene und flexible Niki-Mitarbeiter eine Perspektive.

Für Passagiere von Niki gibt es ebenfalls Hoffnung, finanziell mit einem blauen Auge davonzukommen. Denn über Reisebüros gekaufte Tickets sind versichert, die Einnahmen aus direkt gekauften Tickets wiederum sind auf ein Treuhandkonto gelegt worden und können aus diesem rückerstattet werden, wenn sie seit der Insolvenz der Air Berlin im August gekauft wurden.

Mühsam ist die Situation hingegen für Niki-Passagiere, die derzeit im Ausland gestrandet sind. Mehrere Airlines wollen beim Rücktransport von bis zu 40.000 Niki-Kunden aus dem Ausland helfen und bieten Sondertarife an. “Die Aktion ist angelaufen”, sagte ein Sprecher des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. “Wir empfehlen, sich direkt an die Airlines zu wenden und zu erfragen, wie die Sonderkonditionen sind.” An der Aktion beteiligen sich die Linien Condor, Eurowings, Germania, Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Tuifly.

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.

Das wertvollste an Niki sind die Start- und Landerechte. Diese erlöschen zwar, wenn eine Airline nicht mehr fliegt, davor läuft aber ein Prüfverfahren des Verkehrsministeriums. Eine Frist dafür gibt es nicht, Niki-Vertreter gehen davon aus, dass sie zumindest sieben Tage, eventuell auch bis zum Jahresende, noch Zeit bekommen, Niki wieder in die Luft zu bekommen. Dazu müsste aber in wenigen Tagen ein Käufer gefunden werden. Airline-Gründer Niki Lauda hat öffentlich sein Interesse bekundet, auch die Konkurrenten Thomas Cook und Ryanair wollen zumindest Teile von Niki übernehmen. Vorteil für alle: Dank Insolvenz können sie Niki ohne Schulden übernehmen.

Die Hoffnung auf einen Weiterbetrieb von Niki ist dennoch gering. Deutlich konkreter sind Jobangebote der Konkurrenz an Niki-Mitarbeiter. Schon kommende Woche und damit noch vor Weihnachten wolle man Niki-Piloten und Flugbegleitern konkrete Jobzusagen machen, versprach Eurowings Geschäftsführer Michael Knitter. Das Auswahlverfahren soll am Dienstag und Mittwoch über die Bühne gehen. 100 Piloten und 400 Crew-Mitglieder am Standort Wien, noch mehr in Deutschland und Palma, würden gesucht. Die Konditionen seien besser als jene von Niki.

Konkurrenziert wird Eurowings von der Schwestergesellschaft AUA, die beide zum Lufthansa-Konzern gehören. Die AUA sucht 200 Piloten und 300 Flugbegleiter sowie Techniker und anderes Personal. Auch sie will rasch und unbürokratisch Posten vergeben. Die ÖBB und die Westbahn wiederum wollen Niki-Mitarbeiter auf die Schiene bringen. Damit gibt es zumindest für schnell entschlossene und flexible Niki-Mitarbeiter eine Perspektive.

Für Passagiere von Niki gibt es ebenfalls Hoffnung, finanziell mit einem blauen Auge davonzukommen. Denn über Reisebüros gekaufte Tickets sind versichert, die Einnahmen aus direkt gekauften Tickets wiederum sind auf ein Treuhandkonto gelegt worden und können aus diesem rückerstattet werden, wenn sie seit der Insolvenz der Air Berlin im August gekauft wurden.

Mühsam ist die Situation hingegen für Niki-Passagiere, die derzeit im Ausland gestrandet sind. Mehrere Airlines wollen beim Rücktransport von bis zu 40.000 Niki-Kunden aus dem Ausland helfen und bieten Sondertarife an. “Die Aktion ist angelaufen”, sagte ein Sprecher des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. “Wir empfehlen, sich direkt an die Airlines zu wenden und zu erfragen, wie die Sonderkonditionen sind.” An der Aktion beteiligen sich die Linien Condor, Eurowings, Germania, Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Tuifly.

Die Piloten und Flugbegleiter der insolventen Fluglinie Niki stehen vor einer ungewissen Zukunft. Auch wenn andere Airlines bereits Jobs angeboten hätten, müssten viele damit rechnen, ohne Job auf der Straße zu stehen, fürchtet der Verband der Verkehrspiloten (ACA). Unterdessen haben sich mehrere Airlines auf den Rücktransport gestrandeter Niki-Passagiere geeinigt.

Die Airlines AUA, Lufthansa, Swiss, Eurowings, Germania, Condor, TUIfly wollen im Ausland gestrandete Passagiere von Niki schnell zurückbringen. Die AUA setzt ab dem Wochenende auf bestimmten Urlaubsreisezielen größere Maschinen ein, damit auch Niki-Fluggäste heimfliegen können. Darunter sind Destinationen wie Teneriffa, Las Palmas oder Marrakesh.

Der österreichische Verband der Verkehrspiloten sorgt sich vor allem um das Schicksal der Niki-Crews. “Ob und wann sie ein Gehalt bekommen, kann aus heutiger Sicht noch gar nicht beantwortet werden”, erklärte der ACA. Dem Verband erscheint es zur Stunde am wichtigsten, dass sich für die Kollegen der Niki-Cockpits die Frage nach einer neuen Beschäftigung rasch beantworten lässt. In diesen Stunden und Tagen sei dies für viele Piloten und das Kabinenpersonal der existenzielle Gedanke.

Deshalb unterstütze der ACA alle Anstrengungen von Arbeitgebern, Gewerkschaft und Betriebsräten, um rasch eine Wiederbeschäftigung zu ermöglichen. Das Flugpersonal habe in den vergangenen Monaten, – wegen der ungewissen Zukunft bereits unter großem psychischem Druck – extremer Belastung standgehalten, konstatierte ACA-Präsidentin Isabel Doppelreiter.

Donnerstagmittag hat die österreichische Lufthansa-Tochter AUA (Austrian Airlines) Piloten, Flugbegleitern, Technikern und Verwaltungsangestellten von Niki angeboten, sich bei der AUA zu bewerben. Bewerbungsverfahren würden dafür beschleunigt. Die Airline sucht mehrere hundert ausgebildete Piloten und Flugbegleiter. Auch Eurowings wirbt um Niki-Leute, in Österreich auch für die Standorte Wien und Salzburg. Am Abend erklärte zudem die Westbahn, Niki-Leute als Stewards und Stewardessen beim Bahnunternehmen anwerben zu wollen.

Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits sagte am Freitag im ORF-Morgenjournal, die Zeit dränge, die Fluglizenz stehe für sieben Tage ruhend. Man unterstütze den Bieterprozess und strebe einen geordneten Übergang an.

Niki Lauda, der die Fluggesellschaft Niki gegründet und später an Air Berlin verkauft hat, ist weiter an einer Übernahme interessiert und will heute in Deutschland mit dem Insolvenzverwalter reden. Niki sei insolvent, werde noch sieben Tage vom Flugbetrieb am Leben erhalten. Er werde heute versuchen herauszufinden, wie schnell man eine Übernahme über die Bühne kriegen könnte. Falls das in sieben Tagen gelingen könnte, dann stünden auch die Slots – also die Start- und Landerechte – noch zur Verfügung, sagte Lauda Donnerstagabend in der “ZiB2”. “Zeit ist jetzt das Problem.” Durch die Insolvenz sei Niki nun von Altlasten und Schulden befreit.

An dem Verkauf der Airline wird weiter gearbeitet. Die Investorensuche könnte noch einige Tage dauern, wie ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Freitag sagte. Zu möglichen Angeboten wollte er sich nicht äußern. “Wir geben keine Details bekannt.” Neben Niki Lauda hag bisher die Thomas-Cook-Fluglinie Condor Interesse bekundet.

Die Niki-Insolvenz sorgt unterdessen am Flughafen Palma de Mallorca für große Unruhe und könnte zu Streiks führen. 450 Stellen seien zur Zeit in Gefahr, schreiben “Mallorca Zeitung” und “Diario de Mallorca” unter Berufung auf den UGT-Gewerkschaftssprecher Jose Manuel Peces. Rund 65 Prozent der Angestellten von Acciona Airport Service seien im Handling für Niki beschäftigt.

Von: apa