Der 500-Euro-Schein als Auslaufmodell

Noch immer rund 400 Million 500-Euro-Scheine im Umlauf

Freitag, 02. April 2021 | 10:02 Uhr

Zwei Jahre nach dem Ausgabestopp für den 500-Euro-Schein sind noch große Mengen der wertvollsten Euro-Banknote im Umlauf. Die Europäische Zentralbank (EZB) zählt in ihrer jüngsten Statistik Ende Februar 2021 gut 400 Millionen Stück des lilafarbenen Scheins im Gesamtwert von 200 Milliarden Euro.

Damit liegt der Wert der noch im Umlauf befindlichen Fünfhunderter zwar um ein Drittel unter dem Höchststand von Dezember 2015, als noch 500-Euro-Banknoten im Gesamtwert von fast 307 Milliarden Euro kursierten. Dennoch steht der Schein nach Wert noch für 14 Prozent des gesamten Euro-Banknotenumlaufs.

Der EZB-Rat hatte Anfang Mai 2016 entschieden, Produktion und Ausgabe der 500-Euro-Banknote “gegen Ende des Jahres 2018” einzustellen. Die im Umlauf befindlichen Fünfhunderter bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und können ohne zeitliche Begrenzung bei den nationalen Notenbanken im Euroraum umgetauscht werden.

Vom Verzicht auf den 500-Euro-Schein versprechen sich Befürworter, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. In der zweiten Serie der Euro-Banknoten gibt es keinen 500-Euro-Schein mehr. Seit Mai 2019 sind der Hunderter und der Zweihunderter mit überarbeiteten Sicherheitsmerkmalen im Umlauf. Und die Zahlen der im Umlauf befindlichen 100- und 200-Euro-Banknoten sind seither rasant gestiegen.

Von: APA/dpa

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5 Kommentare auf "Noch immer rund 400 Million 500-Euro-Scheine im Umlauf"


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Offline
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Universalgelehrter
11 Tage 1 h

Dann auch gleich noch die 200er und 100er. Dann wird es für die “Mit Bargeld Schwarzarbeit Bezahler” erst richtig mühsam und auffällig…

Zugspitze947
9 Tage 5 h

Offline ,da muss ich DIR mal wiedersprechen ,denn ich halte NICHTS davon. Nur schwache Staatsysteme wie in ITALIA haben ein Problem mit großen Scheinen und bringen tut es gar NIX ! Denn die Fehler sind im Kontrollwesen ,die merken nicht mal wenn bei einem Neu oder Anbau 30 % schwarz bezahlt werden…. 🙁

Amadeus
Amadeus
Tratscher
10 Tage 22 h

Da man auf Bankkonten nur beschränkt einlegen und beheben kann und gleichzeitig viel mit Bankkarten sowie Überweisungen bezahlt wird, zirkuliert das “große” Geld wohl nur in kriminellen Kreisen. Was alles zur “Geld” Kriminalität zählt kann sich jeder selber auskopfen. Und wer da noch nie, auch nur im kleinen, mitgetan hat der werfe das erste Osterei. 

Faktenchecker
10 Tage 14 h

Du bezahlst noch mit Muscheln?

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
10 Tage 23 h

Wer keine Steuern zahlen will, braucht kein Bargeld, sondern verlegt den Sitz der Firma einfach auf eine karibische Insel – dann können die Kunden auch mit VISA und Bankomat zahlen und trotzdem kriegt der Staat nix ab!
Dass dies tadellos funktioniert, sieht man bei ALLEN grossen Firmen dieser Welt.

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