Nokias nächster Retro-Anlauf ist das mit LTE und Android versehene 8110

Nokia mit Design-Flaggschiff, Android One und Retro-Slider

Montag, 26. Februar 2018 | 10:20 Uhr

Reines Android, keine verspielten Hersteller-Benutzeroberflächen sowie schnelle und regelmäßige Updates. Dafür standen einmal Googles Nexus-Smartphones. In deren Fußstapfen ist inzwischen das Programm Android One getreten – und jetzt sind auch Nokia-Smartphones dabei.

Nokia-Smartphones gehören künftig zum Android-One-Programm von Google. Die ersten drei Geräte, die Updates des Betriebssystems bald besonders schnell und zuverlässig erhalten sollen, hat Hersteller HMD Global auf dem Mobile World Congress in Barcelona (bis 1. März) gezeigt. Das neue Flaggschiff Nokia 8 Sirocco mit Design-Ambitionen gehört ebenso dazu wie die neuen Mittelklasse-Geräte Nokia 7 Plus und das neue Nokia 6, die alle mit Android 8 (Oreo) starten.

Besitzer von Android-One-Smartphones profitieren nicht nur von einem höheren Sicherheitsniveau durch regelmäßige Updates, sondern kommen auch schneller in den Genuss neuer Android-Features.

Nach der erfolgreichen Neuauflage des Handy-Klassikers Nokia 3310 im vergangenen Jahr gibt es nun auf der Messe ein aufgefrischtes Nokia 8110, auf dem auch Snake nicht fehlt. Das geschwungene Design des Slider-Handys aus dem Jahr 1998 haben die Finnen beibehalten, es aber unter anderem mit einem LTE-Funkmodul und gängigen Apps wie Google Maps, Facebook und Twitter modernisiert. Das 8110 kommt ab Mai in Schwarz oder Gelb für 90 Euro.

Die Retro-Schiene verlassen die Finnen auch beim neuen Nokia 8 nicht, denn der Beiname Sirocco nimmt Bezug auf die gleichnamige Luxus-Version des Designhandys Nokia 8800 aus dem Jahr 2005 – seines Zeichens ebenfalls ein Slider und wahlweise aus schwarzem polierten oder chromglänzenden Edelstahl erhältlich.

Beim Nokia 8 Sirocco (750 Euro) haben sich die Designer nun für ein gebogenes Glas über dem 5,5-Zoll-POLED-Display (2.560 mal 1.440 Pixel), eine tiefschwarze Rückseite und einen Displayrahmen aus Edelstahl entschieden, der ganz am Rand nur 2 Millimeter aufträgt. Das macht das sonst 7,5 Millimeter dünne Nokia 8 äußerst griffig. Als Besonderheit bietet die 13-Megapixel-Dualkamera mit Zeiss-Optik nicht nur ein lichtstarkes Weitwinkel, sondern auch ein Tele mit zweifachem optischem Zoom.

Die gleiche Dualkamera arbeitet im Nokia 7 Plus (400 Euro), das mit 6-Zoll-Display (2.160 mal 1.080 Pixel) im 18:9-Format und leicht geschwungener Rückseite kommt – entweder in Schwarz oder Weiß mit kupferfarbenen Akzenten. Mit 3800 Milliamperestunden (mAh) fällt die Akkukapazität vergleichsweise groß aus. Das neue Nokia 6 (280 Euro) kommt im Unibody-Aluminiumgehäuse mit Snapdragon-630-Prozessor und 5,5 Zoll großem Full-HD-Display. Beide Smartphones bieten schnelles Laden via USB-C, sind in der oberen Mittelklasse anzusiedeln und wie das Nokia 8 Sirocco ab Mitte April im Handel.

Von: APA/dpa