Spaltung der Gesellschaft verhindern – ein Kommentar

Notleidende Einheimische unterstützen

Donnerstag, 11. August 2022 | 00:18 Uhr

Bozen – Während alle Parteien damit beschäftigt sind, mögliche Wahlbündnisse zu schmieden und geeignete Kandidaten zu finden, schlägt die Caritas Alarm. Immer mehr Südtiroler haben große Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und mit den rapide gestiegenen Kosten für Energie, Lebensmittel und Wohnen Schritt zu halten.

Grund ist das fatale Zusammentreffen der seit Jahren schwelenden, hausgemachten Probleme mit der insbesondere durch den Krieg in der Ukraine hervorgerufenen Preisexplosion in fast allen Bereichen. In den vergangenen Jahren ist in Südtirol zu wenig getan worden, um die vielfach zu geringen Löhne an die hohen einheimischen Lebenshaltungskosten anzupassen.

Dies rächt sich nun. Die galoppierende Inflation sowie die weiterhin stark ansteigenden Energie-, Miet- und Wohnungspreise sorgen dafür, dass jene, die sich bereits bisher schwer damit getan haben, über die Runden zu kommen – dazu gehören kinderreiche Familien, Rentner, aber auch Einwanderer mit prekären Arbeitsverhältnissen – oftmals in eine Schuldenspirale geraten. Die Folge sind eine massiv ansteigende Anzahl von Anfragen nach finanzieller Unterstützung nicht nur für Strom- und Heizungskosten, sondern auch für den Lebensunterhalt bei der Caritas.

pixabay.com

Bei der Caritas erfahren notleidende Menschen viel Unterstützung, aber es kann nicht sein, dass arbeitende Mitbürger oder ältere Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, dauerhaft zu Bittstellern gemacht werden. Zugleich sehen diese ärmeren Südtiroler, wie viele ihrer einheimischen Mitbürger kaum Probleme haben, die Teuerung durch vorhandene Reserven abzufedern.

Zu Recht weist die Caritas auf die wachsende Ungleichheit in der Südtiroler Gesellschaft hin. Diese Ungleichheit bedroht den notwendigen Zusammenhalt der Südtiroler und schadet uns weit mehr, als es eine wahrscheinliche italienische Mitte-rechts-Regierung in Rom mit Giorgia Meloni von „Fratelli d’Italia“ an ihrer Spitze es je tun könnte.

Nein, diesmal kann Bozen nicht Rom die Schuld geben. Um die Gefahr einer fortschreitenden Spaltung der Gesellschaft in verzweifelte und „reiche“ Südtiroler zu verhindern, ist es unbedingt notwendig, dass die Landesregierung die erforderlichen Weichenstellungen vornimmt. Es ist fünf vor zwölf.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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49 Kommentare auf "Notleidende Einheimische unterstützen"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 23 Tage

Falsch….während die Regierungspartei SVP damit beschäftigt ist ihren Lobbyforderungen von Bauern Hoteliers und Kaufleuten gerecht zu werden, geraten immer mehr Familien von Arbeitern und Arbeitnehmerinnen in finanzielle Probleme….und diese stellen den weitaus größten Teil der Südtiroler Bevölkerung…

Kinig
1 Monat 21 Tage

@brunner.. dass die SVP, übrigens wie jede andere Partei, ein “Lobby Verein” ist, liegt in der Natur der Sache. Sie vertritt die Interessen ihrer Wählerschaft. Da aber, wie Du vermutest, der weitaus größere Teil der Südtiroler Bevölkerung nicht zu den bevorzugten “Spezies” gehört, dürfte es doch niemals zu einer SVP (auch absoluten) Mehrheit und durchgängig seit 1948 !! zu SVP Landeshauptleuten gereicht haben. Was ist an deiner Annahme falsch oder schiefgelaufen ??

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 21 Tage

Welche Probleme sind das? Sie können dieses Jahr nicht in Urlaub? Gibt es ein Handy für die Kids weniger? Der jährliche Flat ist ein Zoll kleiner? Von welcher Armut redest du?

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 21 Tage

Wirklichr Armut gibt es in Südtirol gar nicht! Hungert jemand? Sitzt jemand auf det Straße? Nicht das ich wüsste, ausser er/Sie will das so und DIE kenne ich auch!

Kinig
1 Monat 21 Tage

@N. G…es gibt sicher Menschen, die sich an ein Leben auf der Straße oder unter der Brücke gewöhnt haben und es nicht mehr ändern wollen/können. Jedoch davon auszugehen, dass das auf alle, in diesem Fall Obdachlosen, zutrifft, zeugt nicht gerade von Weitblick und Menschenfreundlichkeit….

Babba
Babba
Grünschnabel
1 Monat 21 Tage

Liebe*r N. G., man merkt, dass du keine Ahnung hast, wie das Leben mancher Menschen in Südtirol abläuft. Kannst du auch nicht, weil diejenigen, die sich schwer tun, es verschweigen. Nicht flüssig zu sein, ist immer noch ein Tabu. Ich selber hab schon mal Zahnbehandlungen und Zahlung von Schulgeldern aus Geldmangel verschieben müssen.

Sun
Sun
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

@NG warum srellst du deine Einfältigkeit täglich unter Beweis?

Kingu
Kingu
Superredner
1 Monat 20 Tage

@N. G. ganz neue Töne von dir, sonst willst du den Leuten unter den Armen greifen, die rein gar nichts für das Land geleistet haben und einfach das Pech hatten in wirtschaftlich schwächeren Staaten geboren zu sein. Den eigenen Leuten unterstellt du jedoch unmöglich an Armut leiden zu können, erinnert mich irgendwo an @ivo815. Nächstes mal wenn man wieder einmal die Welt retten wollt, bitte denkt daran in Nordafrika muss keiner an Hunger sterben, so arm ist Marokko und Tunesien nicht.

Staenkerer
1 Monat 19 Tage

@N. G. solong man ollm wieder auf solche egoistisch- arrogant -verständnislose menschen trift wie du bisch werden wienige südtiroler de no an funken selbsachtung hobn, zuagebn das se unter de armutsgrenze gschlittert sein, denn de brauchatn hilfe nit no verbalspöttische ohrfeign und verächtlich verbale fußtritte wie du se austoalsch!
scham di!

traktor
traktor
Kinig
1 Monat 18 Tage

@N. G.
sie verstehen wieder einmal gar nix!
eine junge familie hat geld gespart um sich den traum vom eigenheim zu verwirklichen! der traum verpufft gerade! diese menschen werden vom staat enteignet!!
mit ihrer kurzsichtigkeit verstehen sie die probleme nicht!!!

Kinig
1 Monat 23 Tage

SVP, SVP, böse SVP🙈🙈. Seit 1948 haben die SüdtirolerInnen diesem Verein regelmäßig zur Regierung und dem Landeshauptmann verholfen. Also hört mit dem Gejammer auf, packt euch an der eigenen 👃und wählt jemand Anderen.

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 22 Tage

Für mich ist jeder Name einer Partei nur ein Vorhang: die Akteure verbergen sich dahinter, davor tummeln sich ein paar austauschbare Schauspieler.

Kinig
1 Monat 21 Tage

@berthu..nicht ablenken, HANDELN

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 21 Tage

@berthu Und wie stellst du dir dann Demokratie sonst vor?

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 21 Tage

Rechtsruck?

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 21 Tage

offline1 kann sagen Die nicht e i n m a l gewählt zu haben.

Kinig
1 Monat 21 Tage

@Sag mal..habe keinen Grund, Dir nicht zu glauben. Wenn ich jedoch die Kommentare auf SN “werte” und “hochrechne”, und Diese dazu noch repräsentativ für Südtirol wären, dürfte die SVP selten über 10% gekommen sein…

traktor
traktor
Kinig
1 Monat 18 Tage

@N. G.
demokratie nach scheizer modell!
das volk stimmt über alles ab, die politiker setzen es um!

Chicco
Chicco
Tratscher
1 Monat 23 Tage

Bei einer Partei ,wie die SVP und deren Lobbysten, interessiert sich niemand um den Rest der Bevölkerung , da kann auch die Caritas nichts dagegen tun !!

traurig
traurig
Superredner
1 Monat 21 Tage

Bla bla bla……. Hert auf damit olm oane Partei zu nennen. Odr glabsch du wirklich mit die Grien, Südtiroler Freiheit, Freiheitlichen usw. war des besser?? De schaugn olle lei dass es ihmene guet geht, sel mogsch dir merkn. Mecht koane Partei ausserhebm…..

Kinig
1 Monat 21 Tage

@traurig…Ok, dass sich ein kompletter Regierungswechsel nicht immer als “prickelnd” herausstellt, sieht man in 🇩🇪 mit der🚦. Aber Versuch macht klug. Du gehst ja auch nicht mehrfach in ein Lokal, in dem das Essen zum🤮🤮 ist. Und als Argument, es nicht einmal wo anders zu probieren, verwendest Du, “Die kochen auch nicht besser”….

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 21 Tage

@traurig mit STF und FH wärs anders.Dafür lege ich m.Hand ins Feuer.Gebt Ihnen die Chance.Lasst es darauf ankommen!

genau
genau
Kinig
1 Monat 20 Tage

@Offline1

Das ist eine aehr gute Metapher!
Aber leider denken viele so!

traurig
traurig
Superredner
1 Monat 19 Tage

@Sag mal 😂😂😂😂tram weiter

Kinig
1 Monat 19 Tage

@Offline1

obwohl ich meistens mit dir einer meinung bin, kann ich dir in diesem fall nicht zustimmen, ins rechte lager wechseln ist für mich ganz gewiss keine alternative, das widert mich nämlich prinzipiell an, was bei uns fehlt ist die goldene liberale mitte, diese gibt es heute anscheinend nicht mehr, überhaupt finde ich dass politik wie die menschen verkommen ist und dass nur mehr die eigenen interessen zählen, die zukunft schaut diesbezüglich ziemlich düster aus

Kinig
1 Monat 19 Tage

@falschauer..woran genau liegt es, dass Du mir nicht zustimmen kannst ? Vom rechten Lager bin ich ungefähr so weit entfernt wie von einer Besteigung des Mt. Everest…

Kinig
1 Monat 19 Tage

@falschauer..ich bin ein Mann der (konservativen) Mitte. Die🚦in 🇩🇪 ist eine politische “Zangengeburt”. Die drei Parteien beschäftigen sich leider mehr mit ihrer eigenen Ideologien als GEMEINSAM !! mit den Problemen, die das Land und seine Menschen bewegen.

Kinig
1 Monat 18 Tage

@Offline1

😂 dann sind wir ja einer meinung

Kinig
1 Monat 18 Tage

@Offline1

welche regierung beschäftigt sich mit dem was die menschen bewegt? das war vielleicht früher eimal so, heute schaut, jeder auf sich selbst und die eigenen interessen, getan wird gerade das allernotwendigste

Kinig
1 Monat 18 Tage

@Offline1

die wirtschaft unterstützen, den klimawandel eindämmen und für die arbeitnehmer sorge tragen unter einem dach zu bringen ist eben nicht einfach

Kinig
1 Monat 21 Tage
Liebe SüdtirolerInnen auf SN. Viele eurer Landsleute machen sich Sorgen und haben große Ängste vor dem möglichen Ergebnis der bevorstehenden Wahl. Es wäre an der Zeit, sich um die, nicht nur aus Bauern, Hoteliers und Kaufleuten bestehende, Wählerschaft der SVP zu “kümmern”, anstatt bei jeder Gelegenheit die viel Geld nach Südtirol bringenden Ausländer, besonders die 🇩🇪, zu diffamieren. Denn sollte Frau Meloni tatsächlich 🇮🇹 Ministerpräsidentin werden, wird Südtirol über die “Direktzahlungen” der ausländischen Gäste noch sehr froh sein. Südtirol ist eine wunderschöne Region und ich liebe es. Aber Berge, Almen, Täler, Seen, nette Menschen, Kultur und gutes Essen gibt es… Weiterlesen »
elmar-p
elmar-p
Grünschnabel
1 Monat 20 Tage

@offline “… die viel Geld nach Südtirol bringenden Ausländer”
Es ist Ihnen aber schon bewusst, dass diese Menschen keineswegs Geld an Südtirol verschenken? Sie kaufen ein “Produkt” namens Natur und Erholung. Win-Win.

Sun
Sun
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

@Offline, es gibt und gab sie schon immer jene deutsche und nicht deutsche Touristen, welche glauben sie könnten in Südtriol schaffen, weil sie hier urlauben. Wenn man ihnen widerspricht, drohen sie in Zukunft wo anders ihren Urlaub zu verbringen. Solche kleinkarierte Gäste sind aber zum Glück eine grosse Minderheit. Dieser Verlust ist für uns Südtiroler eigentlich ein Gewinn.

Kinig
1 Monat 20 Tage

@Sun…Kleinkarierte einheimische KommentatorenInnen gibt es hier zu Genüge. Und die sind Gott sei Dank auch die Minderheit…

Kinig
1 Monat 20 Tage

@elmar-p….die “win” Situation müssen die Touristen jedoch nicht zwangsläufig in Südtirol erleben. Und sollten sie das tun, wird es für sie andere Seite eine “lose”…..

Kinig
1 Monat 20 Tage
@Sun und @elmar-p….habe ihr Beiden eigentlich den Inhalt meines Kommentars verstanden ? Ich habe nichts Negatives über Südtirol und seine BewohnerInnen geschrieben. Mein Ansatz war und bleibt eine mögliche künftige italienische Ministerpräsidenten Meloni und ihr, gelinde und höflich ausgedrückt, “Nichtverhältnis” zu Südtirol. Sie hätte die Hand auf der italienischen “Staatskasse” und würde mitentscheiden, wieviel (mehr) Südtirol an Rom zu zahlen und wieviel (weniger) im Gegenzug nach Bozen wandert. Darum meine Bitte an alle SüdtirolerInnen, bei der Wahl Vernunft und nicht Emotionen walten und entscheiden zu lassen. Auf den Großteil der treuen deutschen und anderer Nationen Gäste kann sich Südtirol wegen… Weiterlesen »
Kinig
1 Monat 19 Tage

@Sun

eine kleine minderheit

Kinig
1 Monat 19 Tage

@Offline1

frau meloni ganz uns “übern buggl oi rutschn” mit einigen ausnahmen auf sn, welche eben zu den ewig gestrigen zählen und nicht lernfähig sind, aber solche todl gibt es überall

Kinig
1 Monat 19 Tage

@falschauer..ich hoffe für Dich und Südtirol, dass die Ewiggestrigen bei der Wahl nicht die Oberhand gewinnen…

Entequatch
Entequatch
Tratscher
1 Monat 21 Tage

Die caritas sollte lernen prioritäten zu setzen, denn auch in südtirol geht es den menschen das geld aus…. in den letzen jahren hat die caritas millionen spenden gesammelt, wo ist das geld hin?

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 21 Tage

Wieviel Arme gibt es denn in Südtirol?

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 21 Tage

Enteq…. ja,wohin wohl!!

Kinig
1 Monat 20 Tage

@N. G….finanziell ideal im Geiste ?

Kinig
1 Monat 19 Tage

@Offline1..finanziell ODER im Geiste ? Da hat wohl die Autokorrektur einen Schreibfehler meinerseits 🙈 “übersetzt”…

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 23 Tage

Die Armut ist zum größten Teil hausgemacht, aver vin Politik und den Menschen selbst und dieses Problem wird sich die nächsten Jahrzehnte noch verschärfen.
Wieviele wurden auf Bauernhöfen pro forma gemeldet, Wieviele haben jahrelang schwarz gearbeitet und müssen heute von Mindestrenten leben. Unterbezahlte Jobs ohne Ende, die in Zukunft zur Rente Unterstützung brauchen da sie nur wenig einzahlen und heute nicht davon leben können.
Das sind die Armen hierzulande! Teils selbst schuld, teils von der Wirtschaft ihrer Arbeitskraft beraubt.
Der Rest der Arbeitnehmer bezahlt dann die Versäumnise beider Gruppen und der Politik!

sunny407
Tratscher
1 Monat 21 Tage

Viele sagen, man soll monatlich vom Lohn was auf Seite tun, aber wie soll das gehen wenn man z.b. einen Monatslohn (Vollzeitjob) von 1.400 Euro bekommt, davon 980 Euro Miete bezahlt, exklusiv  Nebenspesen, dann bleibt nicht mehr viel übrig!

Babba
Babba
Grünschnabel
1 Monat 18 Tage

Im Internet lese ich, dass laut einer allgemeinen Richtlinie die Miete ca, 30% eines Monatslohnes ausmachen darf – also bei einem Einkommen von z. B. 1.500 wären das dann 500€. In Südtirol eine Utopie. Selbiges gilt für die Rückzahlung eines Wohnbaudarlehens

Unioner
Unioner
Tratscher
1 Monat 20 Tage

Da muss man den Schwächsten helfen und nicht alle gleich unterstützen. Das nennt man Solidarität und tut den besser Gestellten nicht weh.

GTH
GTH
Superredner
1 Monat 19 Tage

und du urteilst wer besser gestellt ist ? hast du heute den 15.08 von der inps ein vorausgüftltes f24 bekommen ? solidaritätsbeitrag ! wenn nicht bitte sei still

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