Festigung der Arbeitsverhältnisse als Ziel

Öffentlicher Dienst: Mehr Wettbewerbe für stabilere Arbeitsverhältnisse

Mittwoch, 08. Juli 2015 | 15:12 Uhr

Bozen – Mit den befristeten Arbeitsverträgen in der öffentlichen Verwaltung und der Notwendigkeit, diese zu verringern, hat sich die Landesregierung gestern auf Antrag von Personallandesrätin Waltraud Deeg befasst. Mittelfristig sollen mehr Wettbewerbe für alle Berufsbilder und Funktionsebenen zu einer Festigung der Arbeitsverhältnisse führen.

"Die Mehrheit der Landesbediensteten verfügt über ein unbefristetes Arbeitsverhältnis", betont Landesrätin Waltraud Deeg, "für Mitarbeitende mit befristeten Verträgen brauchen wir hingegen Regelungen, um eine stabile Aufnahme nach den ersten drei Dienstjahren zu gewährleisten, auch um den Entwicklungen auf europäischer Ebene und in der Rechtssprechung Folge zu leisten."

Die Landesrätin gibt zu bedenken, dass die Durchführung von Wettbewerben als Voraussetzung für eine unbefristete Beschäftigung viel Zeit und einen großen Personaleinsatz erfordere. Gleichzeitig werde die Pensionierungswelle, mit der in Folge der Rentenreform gerechnet wird, zahlreiche Wettbewerbe erfordern, um frei werdende Stellen unbefristet nachbesetzen zu können. "Diesen Herausforderungen wollen wir mit verschiedenen Maßnahmen begegnen", erklärt Landesrätin Deeg, "unter anderem soll die Verwaltungsarbeit durch informationstechnische Anpassungen erleichtert werden."

Ziel der Landesregierung sei es, so die Landesrätin, prekäre Arbeitsverhältnisse von Beginn an möglichst zu vermeiden. "Freie Stellen sollen ausgeschrieben und über öffentliche Wettbewerbe besetzt werden. So gibt die öffentliche Verwaltung dem befristet beschäftigten Personal die Chance, ihr Arbeitsverhältnis zu festigen. Neue Mitarbeitende können auf diese Weise nach der Probezeit mit einem sicheren Arbeitsverhältnis rechnen", sagt die Landesrätin für Verwaltung und Familie, Waltraud Deeg.

Von: lpa

Bezirk: Bozen