41,6 Milliarden US-Dollar in nur einem Quartal

Öl- und Gaspreisschub beschert Saudi Aramco Megagewinn

Dienstag, 01. November 2022 | 09:30 Uhr

Der Öl- und Gaspreisschub hat dem staatlichen Ölkonzern Saudi Aramco erneut einen gewaltigen Gewinnsprung beschert. Unter dem Strich verdiente das saudische Unternehmen im dritten Quartal mit 41,6 Milliarden US-Dollar (4,2 Mrd. Euro) rund 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie es in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Seit dem Börsengang ist das der zweitgrößte Nettogewinn. Nur in den Monaten April bis Juni dieses Jahres war dieser mit 48 Milliarden Dollar noch größer.

Zwar sind die Ölpreise von ihrem höchsten Stand der vergangenen 14 Jahre im März wieder gesunken, weil die steigende Inflation und die straffere Geldpolitik der Zentralbanken die Weltwirtschaft bremsen. Allerdings kostet ein Barrel der Nordseesorte Brent derzeit rund 94 Dollar – ein Fünftel mehr als noch zum Jahresbeginn. Aramco-Chef Amin Nasser gab sich zuversichtlich, dass die Ölnachfrage für das gesamte Jahrzehnt weiter steigen dürfte.

Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) legte im dritten Quartal um mehr als die Hälfte auf den Rekordwert von knapp 45 Milliarden Dollar zu. Seine Dividendenpolitik will das wertvollste Unternehmen der Welt beibehalten. So sollen 18,8 Milliarden Dollar an die Aktionäre für das Quartal ausgeschüttet werden, so viel wie in keinem anderen Unternehmen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Öl- und Gaspreisschub beschert Saudi Aramco Megagewinn"


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Superredner
26 Tage 18 h

Und diese Gesellschaften aus diktatorischen Staaten kaufen mit ihren Milliarden wiederum unsere Gesellschaften und unsere Zukunft. Hoffe, dass wir noch vor 2030 diese enetgiepolitische Abhängigkeit weitgehend reduzieren können. Bisher wurde dieser Schritt aus Eigeninteresse einzelner Unternehmer und der Kurzsichtigkeit der Politik geradezu verhindert.

Superredner
26 Tage 18 h

Du meinst wohl eher, dass eigentliche Versagen einer sinnlosen repräsentativen Demokratie, welche keine ist. Die Vertreter des Volkes arbeiten ja immer eigentlich gegen die Interessen des Staatsvolks/Staats. Solarenergie und Windenergie ist kaum in einem Staat groß erschlossen worden, weil die meisten Politiker nur aus Eigeninteresse handeln und es keine demokratischen Mittel wie in der Schweiz gibt, wo fast alle Gesetzesentwürfe von der Bevölkerung angenommen werden müssen oder eben nicht. Die Abhängigkeit vom Öl oder zumindest die fehlende Eigenfördermengen haben die EU in wilde Schwierigkeiten gebracht.

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Superredner
26 Tage 11 h

@Kingu: bleibt die Hoffnung, dass die Politik (wir) daraus etwas lernt (lernen). Trotzdem mit Churchils Worten: die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, abgesehen von allen anderen….

traktor
traktor
Kinig
26 Tage 18 h

wahnsinn… und uns wird vorgegaukelt das wir alle ausbeuten…. in wirklichkeit werden WIR ausgebeutet!!!!

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
26 Tage 17 h

Hat sich Aston Martin F1 noch nicht “wesentlich” bemerkbar gemacht. Damit wird die FIA Budgetgrenze in der neuen Saison bestimmt eingehalten😉..

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