Österreich verbesserte sich um einen Platz

Österreich liegt im Transparency-Ranking auf Platz 16

Mittwoch, 21. Februar 2018 | 19:05 Uhr

Österreich kommt im neuen “Korruptionswahrnehmungsindex 2017” (CPI) von Transparency International (TI) auf Rang 16, ein Platz besser als im Jahr davor. Am geringsten eingeschätzt wird die Korruption dem Bericht zufolge in Neuseeland, Dänemark und Finnland. Für Österreich fordert Transparency ein Informationsfreiheitsgesetz, ein offenes Firmenbuch und Whistleblower-Schutz in der Privatwirtschaft.

Für ihren Korruptionswahrnehmungsindex wertet Transparency International Länderanalysen von NGOs, Stiftungen und Unternehmensberatungen aus und befragt Manager nach ihrer Einschätzung der Häufigkeit von Korruption (https://www.transparency.org/research/cpi/overview).

Österreich kommt so im Jahr 2017 auf Rang 16 von 180 Ländern – gemeinsam mit Belgien und den USA. Damit kann Österreich zwar den 2016 verlorenen Platz wieder gut machen, liegt aber deutlich hinter Deutschland (13) und der Schweiz (8). Schlusslichter sind auch heuer wieder Somalia, Südsudan und Syrien.

Für die österreichische TI-Vorsitzende Eva Geiblinger ist die “weitgehende Stagnation” Österreichs im Ranking besorgniserregend. “Der zögerlich begonnene Weg in Richtung mehr Transparenz und Korruptionsfreiheit wird viel zu langsam und nicht konsequent genug weitergegangen”, kritisiert Geiblinger.

Die kürzlich verabschiedete Nationale Anti-Korruptionsstrategie der Regierung wertet Geiblinger zwar als Schritt in die richtige Richtung. Die Umsetzung müsse aber erst unter Beweis gestellt werden. Konkret fordert Geiblinger von der Regierung ein Informationsfreiheitsgesetz, eine Verschärfung des Parteiengesetzes und ein öffentliches Firmenregister. Ärzte, die Geld von Arzneimittelherstellern erhalten, sollen das in einer zentralen Datenbank offenlegen. Und der gesetzliche Schutz von Hinweisgebern soll nicht nur für Beamte, sondern auch für die Privatwirtschaft gelten.

Von: apa