Die Zahlen sind nicht unbedingt erfreulich

Österreich rutschte im PwC-Frauenranking auf Platz 25 zurück

Donnerstag, 07. März 2019 | 13:50 Uhr

Österreich hinkt bei der Nutzung des Potenzials weiblicher Arbeitskraft anderen Ländern der OECD deutlich hinterher. Im “Women in Work”-Ranking der Wirtschaftsberatung PwC, welche die Präsenz und das Wohlergehen von Frauen in der Arbeitswelt in 33 OECD-Ländern untersucht hat, ist Österreich 2017 auf Platz 25 abgerutscht. 2016 rangierte das Land noch auf Platz 22.

Im Vergleich zum Jahr 2000 ist Österreich sogar von Rang 13 auf Rang 25 zurückgefallen und hat damit neben Portugal und den USA in diesem Zeitraum die meisten Plätze verloren. Die Arbeitslosenquote unter Frauen hat sich zwar reduziert, allerdings hat sich in Österreich seit dem Jahr 2000 der Anteil der Teilzeit-arbeitenden Frauen stark erhöht, heißt es in der Studie.

Zudem gab es beim “Gender Pay Gap”, also den Einkommens-Unterschieden zwischen Männern und Frauen 2017 im Vergleich zum Jahr davor kaum Verbesserungen in Österreich zu sehen, so PwC. Jüngsten Daten der Statistik Austria zufolge lag die Lohnschere zwischen Frauen und Männern 2017 bei 19,9 Prozent.

Deutliche Verbesserungen in anderen OECD-Ländern hätten Österreich zusätzlich im Ranking zurückgeworfen. Besonders stark aufgeholt haben seit 2000 Luxemburg (von Platz 23 auf Rang 6), Polen (von 19 auf 8) und Belgien (von 20 auf 10).

Zur Messung der weiblichen Arbeitskraft zieht PwC fünf Indikatoren heran: Das geschlechtsspezifische Lohngefälle (“Gender Pay Gap”), die Erwerbsbeteiligung der Frauen, den Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Erwerbsbeteiligung sowie die Vollzeitbeschäftigungsrate und die Arbeitslosigkeit der Frauen.

Insgesamt habe sich die Situation für Frauen in der Arbeitswelt 2017 zwar “weiter schrittweise verbessert”, dennoch sieht die Studie auch für die gesamte OECD noch klares Verbesserungspotenzial. Durch die Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen in OECD-Ländern könnte das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um sechs Billionen US-Dollar steigen, heißt es in der Aussendung der Berater. Zudem würde eine vollständige Schließung der “Gender-Wage-Gap” das gesamte Einkommen von Frauen in OECD-Ländern um zwei Billionen US-Dollar erhöhen.

Von: apa

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