Bauunternehmer mit neuem Projekt

Ötzi-Museum in Bozen: Konkurrenz für Benko

Dienstag, 17. September 2019 | 09:30 Uhr

Das Projekt des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko für ein neuen Standort für das “Ötzi”-Museum in Bozen bekommt Konkurrenz: Der Bozner Bauunternehmer Pietro Tosolini brachte ein in der Nähe des derzeitigen Museums stehendes Gebäude ins Spiel, das in seinem Besitz steht. Es liegt im Zentrum der Stadt. In unmittelbarer Nähe befinden sich etwa auch das Stadt-Museum und die Stadtbibliothek.

Das Projekt Tosolonis war am Montag im Büro eines Architekten vorgestellt worden. Die Gletschermumie ist derzeit im Archäologiemuseum untergebracht. Aus Platzgründen wird schon seit Längerem nach einer neuen Unterbringung gesucht.

Benkos Projekt beinhaltet die Unterbringung in einem futuristischen Bau am Virgl. In knapp zwei Minuten sollen die Besucher vom Bahnhofsbereich aus mit einer Seilbahn auf Bozens derzeit verlassenen Hausberg fahren können.

Das Projekt dazu stammt vom norwegischen Architektenteam Snohetta und umfasst den Museumsbereich, ein Restaurant, eine Konzertarena und die Bergstation der Seilbahn. Die über 5.000 Jahre alte Gletschermumie soll in einer Glaskuppel ausgestellt werden.

Gegen diesen Vorschlag regte sich allerdings Widerstand der Bozner Kaufleute. Sie sind dagegen, dass der “Mann aus dem Eis” aus der Stadt hinausverlegt wird. Sie fürchten, dass die Attraktivität der Altstadt unter der Aussiedlung leidet. Der Vorschlag von Benkos Signa Holding wurde von einer Kommission allerdings als der beste auserkoren.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Ötzi-Museum in Bozen: Konkurrenz für Benko"


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josef.t
josef.t
Tratscher
1 Monat 6 Tage

#Widerstand der Bozner Kaufleute# ? Wenn die “Herrn” für 
die Kosten des Baues an der Talferbrücke aufkommen ? Oder 
wollen “Sie” wieder ein Mal, von öffentlichen Investitionen 
(Steuergeldern) profitieren ? 
Denn die Finanzierung des Virgl-Projektes, übernimmt 
Benko zu 100 % und der “Hausberg” wäre ein für allemal 
vom Unrat befreit ?

meinungs.freiheit
1 Monat 6 Tage

also das Benkoprojekt sieht von außen schon tausendmal besser aus

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Boah is des schiach. Und wahrscheinlich nicht legal, Gebäude drunter aus dem ital. Rationalismus, also schützenswert

Savonarola
1 Monat 5 Tage

@ wellen

Bolzano italiana steht und fällt mit den faschistischen Bauten.

Savonarola
1 Monat 6 Tage

die “Bozner Kaufleute .. fürchten, dass die Attraktivität der Altstadt unter der Aussiedlung leidet”.
Schreibt doch Klartext, anstatt so heuchlerisch zu tun: die sind keine Philanthropen und keine Gutmenschen, SIE FÜRCHTEN NUR GESCHÄFTSEINBUßEN UND UM IHREN PROFIT.

perigord
perigord
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Unästhetisch ist leicht untertrieben!

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Haben die Bozner Millionäre die letzten Jahrzehnte geschlafen?
Jetzt wo der Benko in Bozen endlich investiert wachen sie anscheinend alle nach und nach auf.

der echte Aaron
der echte Aaron
Superredner
1 Monat 5 Tage

Alle Museums Theater u.s.w. u.s.w. und  öffentliche Ämtern gehörten schon längst aus der Stadt, dann muss keiner mehr reinfahren.

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