Steigende Exporte der OPEC-Länder führten zu Preisverfall

OPEC-Staaten ringen um Disziplin bei Ölförderbremse

Montag, 24. Juli 2017 | 15:35 Uhr

Angesichts des jüngsten Preisverfalls am Ölmarkt debattiert die OPEC über mangelnde Disziplin bei ihrer zur Preisstabilisierung beschlossenen Förderbremse. Bei einem Treffen auch mit Ölproduzenten außerhalb des Kartells erklärte der saudi-arabische Energieminister Chalid al-Falih im russischen St. Petersburg, einige Mitglieder hielten sich nicht an die Vereinbarungen.

Steigende Exporte der OPEC-Länder hätten so mit dazu beigetragen, dass die Ölpreise zuletzt nachgegeben hätten. Das in der OPEC führende Saudi-Arabien hat die Produktion stärker gedrosselt als verabredet, während andere Kartellmitglieder wie die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak über die vereinbarte Grenze hinaus fördern.

In den Fokus rückten unterdessen auch Libyen und Nigeria, die wegen politischer Unruhen von der Förderbremse bisher ausgenommen waren. Laut al-Falih erklärte sich Nigeria bereit, die eigene Produktion zu begrenzen. Die OPEC hatte sich im Mai mit Ländern außerhalb der Organisation unter der Führung Russlands auf eine Verlängerung der Förderbremse bis Ende März 2018 verständigt. Zu Beginn der Maßnahme im Jänner hatten sich die Preise bei über 58 Dollar (49,82 Euro) je Barrel stabilisiert, rutschten später aber wieder auf unter 50 Dollar ab.

Unter dem Eindruck des Treffens in Russland wurde die Talfahrt am Montag vorerst gestoppt: Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um ein Prozent auf 48,54 Dollar je Fass.

Von: APA/Reuters

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz