Mehr Bier, Mineralwasser und Limonaden abgesetzt

Ottakringer machte im ersten Halbjahr mehr Umsatz und Gewinn

Dienstag, 26. September 2017 | 14:15 Uhr

Die heimische Ottakringer Getränke hat im ersten Halbjahr 2017 deutlich mehr Bier, Mineralwasser und Limonaden verkauft und den Getränkeumsatz von 89 Mio. auf 95,6 Mio. Euro gesteigert. Das operative Konzern-Betriebsergebnis wurde von 3,27 auf 5,54 Mio. Euro verbessert, teilte Ottakringer am Dienstag mit.

Allein in Österreich habe man im ersten Halbjahr um 5,3 Prozent mehr Bier verkauft als im Vorjahr und sei damit deutlich über dem Branchenplus von 0,8 Prozent gelegen. Insgesamt stieg der Bierabsatz im Konzern um 4,7 Prozent auf 332.800 Hektoliter. Gut gelaufen ist auch das Mineralwasser-Geschäft (Vöslauer): Der Absatz stieg um 6,4 Prozent auf 1,15 Mio. Hektoliter, das gesamte Branchenplus sei bei 4,9 Prozent gelegen.

Insgesamt stieg der Gesamtverkauf im Ottakringer-Konzern um 7,2 Prozent auf 1,8 Mio. Hektoliter. Für das Gesamtjahr rechnet Konzernchef Sigi Menz damit, den positiven Trend fortsetzen zu können. Der Gesamtumsatz (inklusive unter anderem Lohnabfüllungen, Vermietung und Verpachtung) stieg auf 109 Mio. Euro, nach rund 102 Mio. Euro.

Ein positiver Schlussstrich sei im ersten Halbjahr mit dem Verkauf des langjährigen Sorgenkindes, der ungarischen Brauerei Pecsi Sörfözde, gelungen, die dadurch in Zukunft die Performance der Gruppe nicht mehr belasten werde. Die ungarischen Gesellschaften MAVA Befektetesi Kft und BanKonzult Commerce Kft haben die verlustreiche Ottakringer-Tochter übernommen.

Der Verlust aus dem Verkauf und der Endkonsolidierung sei zur Gänze im ersten Halbjahr bilanztechnisch verarbeitet und werde das zweite Halbjahr nicht mehr belasten, heißt es im Ottakringer-Halbjahresbericht. Der Konzernjahresgewinn sollte auch unter Berücksichtigung des Verlusts aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ungefähr die Höhe des Vorjahres erreichen, wenn sich die fortzuführenden Geschäftsbereiche erwartungsgemäß entwickeln.

Sämtliche Vermögenswerte und Schulden der Pecsi Sörfözde seien mit Stichtag 30. Juni aus dem Konzernabschluss ausgebucht worden, das laufende Ergebnis für die ersten sechs Monate 2017 sowie der Verlust aus der Veräußerung sei als “Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen” gesondert ausgewiesen und die Vorjahreswerte entsprechend angepasst worden. Das Ergebnis vor Steuern stieg von 3,98 auf 5,73 Mio. Euro, das Ergebnis aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen von 3,33 auf 4,73 Mio. Euro. Das Nachsteuerergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereichen wird mit minus 3,7 (nach minus 1,1) Mio. Euro ausgewiesen. Der Periodengewinn betrug 1,02 (2,2) Mio. Euro.

Von: apa