Zypries traf PSA-Chef Tavares

Peugeot sagt Vertragseinhaltung bei Opel-Übernahme zu

Mittwoch, 05. April 2017 | 14:30 Uhr

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen will bestehende Tarifvereinbarungen, Standortgarantien und Beschäftigungszusagen bei der Übernahme des deutschen Konkurrenten Opel einhalten. Das bekräftigte der Konzern am Mittwoch nach einem Treffen im deutschen Wirtschaftsministerium. Opel-Konzernmutter GM hat eines ihrer größten Motorenwerke in Wien-Aspern.

PSA Vorstandschef Carlos Tavares sprach mit Deutschlands Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries sowie Vertretern von Gewerkschaft, Betriebsrat und der drei deutschen Bundesländer mit Opel-Standorten. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut PSA-Angaben bisher bis Ende 2018 ausgeschlossen, die Standorte teilweise bis Ende 2020 gesichert. Peugeot und die Arbeitnehmervertreter verständigten sich auf eine Zusammenarbeit. “Ich sehe darin einen zentralen Faktor für den Erfolg des Unternehmens”, sagte Tavares.

Die Gesprächspartner vereinbarten eine Zusammenarbeit “mit dem Ziel einer langfristigen Perspektive für alle Marken, Produktionsstandorte und das Entwicklungszentrum von Opel/Vauxhall in Europa”. Opel und die britische Schwester Vauxhall sollen als eigenständiges und einheitliches Unternehmen mit unabhängigen Marken innerhalb des PSA-Konzern fortgeführt werden.

Zypries sieht nach den Gesprächen “weitere Fortschritte”. “Besonders begrüße ich die Zusage von Herrn Tavares, alle tariflichen Vereinbarungen zu respektieren und fortzuführen”, sagte die SPD-Politikerin. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann erwartet, dass Tavares “alle rechtlichen Voraussetzungen zur Fortführung und Erfüllung der bestehenden Tarifverträge schaffen wird”.

PSA hatte vor wenigen Wochen mit General Motors die Übernahme von Opel vereinbart. Der Autobauer rückt damit hinter VW zur Nummer zwei unter Europas Autoherstellern auf.

Von: APA/ag.

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