Aussicht auf baldige Zinserhöhung treibt Pfund-Kurs in die Höhe

Pfund Sterling auf höchstem Stand seit Brexit-Referendum

Dienstag, 17. April 2018 | 11:36 Uhr

Wegen Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der Bank von England (BoE) steigen Anleger beim Pfund Sterling ein. Die britische Währung verteuerte sich am Dienstag im fernöstlichen Handel auf 1,4355 Dollar. Das ist der höchste Stand seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016.

Die britischen Währungshüter werden voraussichtlich im Mai den Schlüsselzins anheben, sofern die Konjunkturdaten mitspielen. Anleger hoffen zudem auf eine bessere Vereinbarung zum britischen Austritt aus der Europäischen Union.

In Großbritannien ist zudem die Zahl der Arbeitslosen auf den tiefsten Stand seit mehr als 40 Jahren gefallen. In den drei Monaten bis Februar sei die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent gesunken. Zuvor waren es 4,3 Prozent, wie das Statistikamts ONS am Dienstag in London mitteilte. Das ist die niedrigste Quote seit dem Frühjahr 1975. Mit der robusten Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch das Lohnwachstum weiter verstärkt.

Die durchschnittlichen Wochenlöhne stiegen zwischen Dezember 2017 und Februar 2018 um 2,8 Prozent. Im vorangegangenen Zeitraum waren die Löhne etwas schwächer um 2,6 Prozent gestiegen. Vor allem die Lohnentwicklung steht im Fokus der britischen Notenbank. Der Anstieg verstärkt die Spekulation auf steigende Leitzinsen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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1 Kommentar auf "Pfund Sterling auf höchstem Stand seit Brexit-Referendum"


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enkedu
enkedu
Kinig
3 Tage 22 h

Wo seid ihr, liebe Brexit Kritiker? Ich dachte, die Engländer gehen jetzt unter, weil sie unseren Wasserkopf verlassen haben?
Was die EU für eine Rolle spielt, habt ihr ja beim Angriff auf Syrien gesehen. Sobald es Entscheidungen braucht, ist die EU raus!!
PS: ich bin für Europa, für ein kleines, kompaktes Europa, aufgebaut aus ihren Kernstaaten. Mit Respekt für lokale Eigenheiten! Mit guten Aussenbeziehungen. Nicht offen für jeden! Trotzdem hilfsbereit. Stark, kompakt. Und das passt mit der Junckerpolitik nicht zusammen.

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