Der Plattenspieler von Thomson lässt sich an der Wand befestigen

Plattenspieler zum Aufhängen, Mitnehmen und Träumen

Freitag, 01. September 2017 | 15:09 Uhr

Der eine hängt an der Wand, der nächste steckt im Koffer und spielt auch Kassetten ab, und wieder ein anderer ist vermutlich kaum zu bezahlen: Die Rede ist von neuen Plattenspielern, von denen es auf der IFA viele zu entdecken gibt.

Gemeinsam ist ihnen die konstante Drehung mit wahlweise 33 oder 45 Touren in der Minute. Ansonsten gehen die Eigenschaften neuer Plattenspieler auf der Elektronikmesse in Berlin (bis 6. September) weit auseinander.

Thomson und Bigben zeigen etwa ein noch namenloses Modell, das man auch einfach platzsparend oder als “lebendige Raumdekoration” an die Wand hängen kann. Klassische technische Merkmale des Plattenspielers sind etwa sein Direktantrieb oder der automatische Tonarm. Es gibt aber auch eine Fernbedienung sowie Bluetooth-Funk, um die Musik drahtlos übertragen zu können. Und: Die Schutzhaube fährt automatisch zur Seite. Zu haben sein soll das Gerät ab Jänner 2018. Ein Preis steht noch nicht fest.

Schallplattenspieler im Retro-Style haben viele, auch unbekanntere Hersteller mit nach Berlin gebracht. Einer von ihnen ist etwa GPO Retro: Ihr Modell Flight haben die Briten in einen Alukoffer gepackt – gleich zusammen mit Lautsprechern, Kassetten-Player und Akku, der vier Stunden durchhalten soll. Der Vier-Kilo-Koffer kann auch Platten und Kassetten digitalisieren: Dazu muss beim Abspielen einfach nur ein USB-Stick eingesteckt werden.

Von Roberts, einem weiteren britischen Hersteller, kommt der klassisch gestylte RT100 mit halb automatischem Riemenantrieb in einer Holzfurnier-Zarge. Dank eines integrierten Vorverstärkers kann der Plattenspieler etwa direkt an Aktivboxen angeschlossen werden. Als Referenz an die modernen Zeiten fehlt auch ein USB-Anschluss nicht, um Platten am Rechner digitalisieren zu können. Der Preis liegt bei 270 Euro.

In einer völlig anderen Liga spielt der Referenz-Plattenspieler Technics SP-10R, den Panasonic als Prototypen auf der IFA zeigt. Er hat einen neu entwickelten, kernlosen Direktanbrieb und einen mit sieben Kilogramm besonders schweren Plattenteller, der aus einer Messingplatte, Aluminiumdruckguss und einer Gumischicht aufgebaut ist. Beides zusammen soll für Rotationsstabilität sorgen. Positiv auf den Klang wirkt sich dem Hersteller zufolge auch das in ein eigenes Gehäuse ausgegliederte extrem rauscharme Schaltnetzteil aus. Marktreif soll der SP-10R im Frühsommer 2018 sein.

Von: APA/dpa

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