hds: „Wir fordern Senkung der Kommissionen!“

Protestaktion der Gastronomie: Essensgutscheine werden nicht angenommen

Dienstag, 14. Juni 2022 | 15:38 Uhr

Bozen – Der gesamtstaatliche Dachverband der Gastronomie Fipe (Federazione italiana pubblici esercizi), dem die Fachgruppe Gastronomie im Wirtschaftsverband hds angehört, ruft alle Gastronomiebetriebe zu einer staatsweiten Protestaktion auf: Am Mittwoch, 15. Juni, sollen Gastronomiebetriebe keine Essensgutscheine annehmen.

Die Gründe dafür sind zum einen die sehr hohen Kommissionen, die den Gastronomen in Rechnung gestellt werden. Von acht Euro Nennwert eines Essensgutscheins bleiben ihnen in etwa 6,66 Euro und die Rückerstattung erfolgt nicht zum Zeitpunkt der Erbringung der Dienstleistung für den Gast – für die Berufsgruppe ein Ding der Unmöglichkeit, weiterhin diese Kosten zu stemmen. Zudem fordere man eine radikale Reform des Systems Essensgutscheine und eine Senkung der Kommissionen. „Nur so können wir auch in Zukunft diesen wichtigen Service anbieten“, erklärt der Sprecher der Gastronomie im hds, Diego Bernardi.

Mit dieser Aussetzung des Dienstes möchten die Gastronomen die Arbeitnehmer und allgemein die Verbraucher für die sehr großen Schwierigkeiten sensibilisieren, mit denen die Gastronomie konfrontiert sind. „Wir sprechen hier von einer echten ‚versteckten Steuer‘, die sogar 20 Prozent des Wertes des Essensgutscheins übersteigt. Diese Initiative zielt darauf ab, die Funktion des Essensgutscheins zu sichern, denn wenn wir so weitermachen, werden immer weniger Gastronomiebetriebe bereit sein, diese anzunehmen“, so Bernardi weiter.

Der aktuelle und wirtschaftliche Kontext mache es nicht akzeptabel, dass Gastronomiebetriebe, bei denen es möglich ist, Essensgutscheine einzulösen, unangemessene Kommissionen zahlen müssen. „Der inflationäre Druck auf die Rohstoff- und Energiekosten und die negativen Auswirkungen auf die Umsätze durch die Covid-19-Pandemie, haben zu einer außergewöhnlichen und unvorhersehbaren schwierigen Situation für die Gastronomie geführt“, betont abschließend hds-Präsident Philipp Moser.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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20 Kommentare auf "Protestaktion der Gastronomie: Essensgutscheine werden nicht angenommen"


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Fantozzi
Fantozzi
Superredner
10 Tage 11 h

kearen tat gor nimmer in an restaurant zu gian weil es konn net sein fuer schlutzer 15 euro – spinnmr bol – i verzicht auf de olle und koch mr selber dahoam besser und billiger

tom
tom
Universalgelehrter
10 Tage 8 h

und des als Pendler. viel Vergnügen

Tina1
Tina1
Superredner
9 Tage 20 h

Fantozzi, richtig. Von mir werd a koan Gostwirt oder Barbetreiber reich.😜

Nickname
Nickname
Neuling
10 Tage 11 h

gschaider war’s in betrog von essensgutschein afn geholt innizutian. nor brauchts koane bürokratie. und kemmp net mit “geat net” oder “nor muas men no stuir draufzohln” usw. wenn’s bo di politiker a stuierfraie zualoge gib nor war des on oanfochn orbeiter a meglich. lai fahlt dr wille, wia holt ollm…..

Neumi
Neumi
Kinig
10 Tage 8 h

Würde ich auch begrüßen, ich krieg nämlich keine 🙂

ehrlich2020
ehrlich2020
Tratscher
10 Tage 11 h

Jo und mir als Orbeiter sein wol di Or***lecho.
Kaum kriagman 1€ mehr afs essnskartl gian di lieb gastronomen eh schun wido 1€ aubn dass do orbata nix dafun hot von do erhöhung.

selwol
selwol
Superredner
10 Tage 11 h

hds, guten Morgen,auch aufgewacht?

sophie
sophie
Kinig
10 Tage 10 h

@selwol

Das kann man wohl laut sagen, die Gastonomen sollen gut und günstig kochen, Ende Monat kannst die Rechnung stellen, pro Essen Abzüge in unangemessen, und dann kannst aufs Geld oder Überweisung warten, und da reden wir von Wochen und nicht Tagen……

Doolin
Doolin
Kinig
10 Tage 5 h

@sophie
…die Gastronomen sollen halt die Verträge durchlesen, bevor sie unterschreiben…hat sie niemand gezwungen, den Gutschein-deal einzugehn…

Savonarola
10 Tage 11 h

danke, aufrichtigen Dank für die Gehaltskürzung.

hage
hage
Superredner
10 Tage 9 h

gehalt als essensgutschein? du hoschs guit lafn … denk a an deine Rente irgendwonn… sebn isch des wia schworzgeld

Savonarola
10 Tage 8 h

@hage

nein, Essensgutschein als Entlohnungselement. Wenn ich ihn nicht verwenden kann, habe ich für den Arbeitgeber billiger gearbeitet.

hage
hage
Superredner
10 Tage 9 h

Solange die Restaurants dieses Schindluder mittragen (die Boni werden oft am Wochenende von den ganzen Familien genutzt) tun mir die Gastwirte nicht leid.
Die Gutscheine sollten auf dem spezifischen Tag persönlich und gebunden sein, dann hat das Gepackle ein Ende.
Wenn der Arbeitgeber die Mitarbeiter belohnen will, dann soll er es auf gerechte Weise tun mit Lohnerhöhung (zählt für die Pensionsberechnung und wird auch gerecht besteuert)

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Superredner
10 Tage 8 h

also ich weis das bei den meisten essensgutscheine diese nur mittags werktags gültig sind.

tom
tom
Universalgelehrter
10 Tage 8 h

bei die elektronischen geht’s glaub i net ondersch. und af die Papiergutscheine gibt’s lei mehr vier Euro

Storch24
Storch24
Kinig
10 Tage 10 h

Warum schließt ihr nicht einfach eure Läden ? Keinen Aufwand . Südtiroler Land hilft doch gerne aus, wenn es bis Ende des Monats nicht reicht.
Vor Corona war alles gut, jetzt soll das System nicht ok sein ?

gogogirl
gogogirl
Tratscher
10 Tage 10 h

Oje dann machen sie wieder ihren Wocheneinkauf im Supermarkt und halten alles auf mit ihren Bons und die Damen an der Kasse freuen sich aicher schon drauf

OrB
OrB
Universalgelehrter
10 Tage 10 h

Dauerjammerer!

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Superredner
10 Tage 9 h

die gastronomen müssen auch miete, strom personal usw. bezahlen, das weis der kunde nicht. jeder würde den preis erhöhen wäre er gastronom.
ich spreche aus erfahrung.

OH
OH
Tratscher
10 Tage 2 h

Richtig so !!! Diese Essen-Scheine gehören abgeschafft. Die Gastronomen reißen sich den Arsch auf um über die Runden zu kommen und werden noch “bestraft weil sie einen Service ( Essen-Scheine ) anbieten !!!!

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