Zukunftswerkstatt Brixen

Qualifizierte Arbeiter für Bauwesen wichtig

Montag, 15. Juni 2015 | 10:39 Uhr

Brixen – Im Bauwesen sind gut qualifizierte Arbeitskräfte gefragt, speziell Ingenieure werden von den Unternehmen der Branche verstärkt nachgefragt. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer der „Zukunftswerkstatt Südtirol“, die bei Frener & Reifer in Brixen stattfand.

Aus- und Weiterbildung sind entscheidende Faktoren für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Deshalb war es Ziel der heurigen Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“ der Handelskammer Bozen, die erforderlichen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu analysieren.

Das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hat den Fachkräftebedarf der Zukunft untersucht. Wollen wir in Südtirol an die europäischen Top-Regionen der Branche herankommen, muss der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften im Bausektor gedeckt werden. Auch akademische Berufe wie Bauingenieure und Techniker werden in Zukunft sehr gefragt sein. Handwerksberufe bleiben nach wie vor begehrt, aber auch Hilfsarbeitskräfte werden weiterhin benötigt.

Michael Reifer, Verantwortlicher für Innovation und Betriebsorganisation bei

Frener & Reifer, hat klare Vorstellungen zum Bildungsbedarf: „Ob Handwerker oder Akademiker: Eine praxisnahe Ausbildung ist Voraussetzung um den heutigen Arbeitsanforderungen gerecht zu werden. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind für unseren Sektor deshalb wichtiger denn je. In unserem international ausgerichteten Unternehmen sind zudem lokal verankerte Beschäftigte mit Pioniergeist gefragt.“

Handelskammerpräsident Michl Ebner ist überzeugt: „Um die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft weiterhin zu erhalten, müssen wir einem Fachkräftemangel entschieden entgegenwirken. Die Handelskammer beschäftigt sich im Rahmen der Initiative Schule-Wirtschaft seit geraumer Zeit mit diesem wichtigen Thema und engagiert sich für  Ausbildungsinitiativen und lebenslanges Lernen.“

Der stellvertretende Institutsleiter von Fraunhofer Italia in Bozen, Daniel Krause, berichtete schließlich über neueste Erkenntnisse zum Prozessmanagement im Bauwesen. Auch im Bauwesen sollen die Produktionsprozesse in Zukunft flexibler werden, mehr Informatisierung wird Einzug halten und Prozesse zwischen Partnerfirmen und Kunden werden integriert ablaufen.

Die Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“ findet jährlich statt und hat den Zweck, wichtige Herausforderungen für die Zukunft Südtirols zu erkennen und zu diskutieren. Dazu treffen sich lokale Entscheidungsträger und Experten zum gemeinsamen Gedankenaustausch.

Von: ©lu

Bezirk: Eisacktal