Sonderdividende für Matinschitz in Höhe von 142 Mio. Euro

Red Bull 2019 mit Rekordgewinn – Ausschüttung an Mateschitz

Freitag, 20. November 2020 | 15:40 Uhr

Der Gewinnmotor bei Red Bull läuft weiter auf Hochtouren. Für das Jahr 2019 meldet der Salzburger Energydrink-Produzent mit 818 Mio. Euro (+ 10 Prozent) einen Rekordgewinn, geht aus dem kürzlich im Firmenbuch veröffentlichen Jahresabschluss hervor. Traditionell wird die Hälfte des Gewinns an die Eigentümer Dietrich Mateschitz und die thailändische Unternehmerfamilie Yoovidhya ausgeschüttet, für Mateschitz gab es zusätzlich eine Sonderdividende in Höhe von 142 Mio. Euro.

Das Unternehmen ist bei wirtschaftlichen Themen verschwiegen und veröffentlicht keinen Konzernabschluss. Die Red Bull GmbH mit Sitz in Fuschl am See (Salzburg) wies für 2019 einen Jahresumsatz von 3,9 Mrd. Euro (+8,6 Prozent) aus, inklusiver aller Tochtergesellschaften beliefen sich die Erlöse auf 6,1 Mrd. Euro (+9,5 Prozent). Die Red Bull GmbH zahlte im vergangenen Jahr Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 240 Mio. Euro.

Weltweit verkaufte der Salzburger Energydrink-Hersteller im vergangenen Jahr rund 7,5 Milliarden Dosen (+10,4 Prozent). Besonders kräftig wuchs der Absatz in Indien, Brasilien und am afrikanischen Kontinent, aber auch in Deutschland und Österreich verkaufte der Getränkeproduzent deutlich mehr.

Das Geschäft mit Energydrinks ist für Red Bull weiterhin höchst profitabel. Die Umsatzrentabilität – ohne Tochtergesellschaften – lag bei über 27 Prozent.

Red Bull gehört zu 49 Prozent dem Mitgründer und Firmenchef Mateschitz und zu 51 Prozent der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya. Nachdem die Eigentümer meist nur die Hälfte des Gewinns jährlich aus der Firma entnehmen, ist über die Jahre ein Gewinnvortrag von rund 1 Mrd. Euro und ein Bilanzgewinn von 1,8 Mrd. Euro entstanden. Red Bull sitzt auf einem äußerst großen Eigenkapitalpolster, die Eigenkapitalquote lag 2019 bei sehr hohen 80,4 Prozent.

Zusätzlich zur traditionellen Ausschüttung der Hälfte des Jahresgewinns an die Eigentümer wurde im Juni ein Betrag von 95 Mio. Euro an die Distribution & Marketing GmbH von Mateschitz und ein zusätzlicher Betrag von 3 Mio. Euro an den Gesellschafter Chalerm Yoovidhya ausbezahlt. Weiters wurde im Oktober vom bestehenden Gewinnvortrag ein Betrag von 47 Mio. Euro an die Distribution & Marketing GmbH von Mateschitz ausgeschüttet, geht aus einem Gesellschafterbeschluss hervor. Insgesamt betrug die Gewinnausschüttung an Mateschitz laut Jahresabschluss im Firmenbuch (“WirtschaftsCompass”) damit 342 Mio. Euro.

Die Coronapandemie war bei Unterzeichnung des Red Bull-Jahresabschlusses im Jänner 2020 noch kein Thema. Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Gastronomie, Hotellerie und Veranstalterbranche treffen den Energydrink-Hersteller heuer weltweit und dürften sich wohl stark negativ auf Umsatz und Gewinn auswirken.

Von: apa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Red Bull 2019 mit Rekordgewinn – Ausschüttung an Mateschitz"


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Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
4 Tage 6 Min

Herr Mateschitz hatte das richtige “Näschen” und der Erfolg sei ihm herzlich gegönnt.

genau
genau
Kinig
3 Tage 20 h

Es war alles sein Verdienst!👍
Vom Manager bei Blend-a-med zu einem der beliebtesten Energy-Drinks.😄

Stadtler
Stadtler
Tratscher
3 Tage 23 h

Wenn so eine Ausschüttung mit 80% besteuert würde, bliebe immer noch genügend übrig.

DontbealooserbeaSchmuser
3 Tage 22 h

“Die Red Bull GmbH zahlte im vergangenen Jahr Steuern (…) in Höhe von 240 Mio. Euro.”

Das sind über 20% und meiner Meinung nach auf jeden Fall ausreichend!
Wir sollten uns eher um Unternehmen wie Amazon oder Apple kümmern, die so gut wie keine Steuern bezahlen und nebenbei den lokalen Hamdel und kleine Versandunternehmen ruinieren!

MarkusKoell
MarkusKoell
Tratscher
3 Tage 23 h

Nicht schlecht Glück Wunsch 👍😉

eisern
eisern
Tratscher
3 Tage 19 h

Ich gönne ihm das.Er ist auch sehr aktiv und hat in kurzer Zeit sehr erfolgreich gearbeitet und engagiert sich universell.

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