AMS-Bezirk Rohrbach erreichte den geringsten Wert

Regionale Arbeitslosenquote in Wien im Halbjahr am höchsten

Donnerstag, 26. Juli 2018 | 12:27 Uhr

Österreichs Bezirke und Regionen sind unterschiedlich stark von Arbeitslosigkeit betroffen, zeigen aktuelle Zahlen des AMS zur regionalen Arbeitslosenquote im ersten Halbjahr. Wie auch im ersten Quartal 2018 ist die Arbeitsmarktlage in Wien auch im zweiten Quartal besonders angespannt. Ebenfalls erreicht Rohrbach (OÖ) erneut den niedrigsten Wert bei der Arbeitslosenquote.

Wien wies im ersten Halbjahr mit 12,5 Prozent die höchste Arbeitslosenquote auf, gefolgt von Spittal an der Drau mit 11,0 Prozent und Völkermarkt mit 10,7 Prozent (beide Kärnten). Während diese AMS-Bezirke eine zweistellige Arbeitslosenquote aufweisen, lag im AMS-Bezirk Rohrbach die Quote nur bei 3,0 Prozent. Es handelt sich bei allen Werten um die Arbeitslosenquote im Durchschnitt des gesamten ersten Halbjahrs 2018.

Von den Landeshauptstädten hatte Innsbruck mit 5,1 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit aufzuweisen, gefolgt von Salzburg mit 5,7 Prozent und Bregenz mit 5,8 Prozent. Am viertbesten Platz lag Eisenstadt mit 6,5 Prozent, gefolgt vom AMS-Bezirk “Linz neu” mit 7,1 Prozent und Graz mit 8,1 Prozent. Knapp dahinter lag St. Pölten mit 8,2 Prozent vor Klagenfurt mit 10,2 Prozent.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) wies dementsprechend auf ein Ost-West-Gefälle hin. “Ob im Länder- oder Landeshauptstadt-Vergleich – die Westachse ist in Sachen Beschäftigung führend”, erklärte Tirols Landeschef. Dies sei “kein Zufall”, sondern Ergebnis einer “abgestimmten Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik”. Diesbezüglich sei er “stets in enger Abstimmung” mit seinen Amtskollegen aus Vorarlberg und Salzburg, Markus Wallner und Wilfried Haslauer (beide ÖVP), so Platter: “Wir haben die richtigen Schlüsse aus Krisen und Herausforderungen gezogen und diese für unsere Länder jeweils in Form von effektiven Maßnahmen implementiert”.

Österreichweit lag die Arbeitslosenquote im Schnitt des ersten Halbjahres bei 8,0 Prozent. In den verschiedenen Regionen liegen die Zahlen für die Arbeitslosigkeit teils weit auseinander: Der Unterschied zwischen dem besten Bezirk, Rohrbach, und der schwächsten Region, Wien, machte 9,5 Prozentpunkte aus.

Insgesamt hat sich die Arbeitslosigkeit den AMS-Daten zufolge österreichweit verbessert. Im ersten Halbjahr sank die Arbeitslosigkeit verglichen mit dem Vorjahreszeitraum – bis auf Bludenz – in allen Bezirken. Am stärksten sank die Quote in Jennersdorf (Burgenland), nämlich um 2,1 Prozentpunkte, gefolgt von Lienz und Voitsberg (je -2,0 Prozentpunkte). Aber auch in der Bundeshauptstadt sank die Arbeitslosigkeit um 1,0 Prozentpunkte.

Die Daten stützen sich auf die vom Arbeitsmarktservice (AMS) ermittelten Arbeitslosenquoten ohne Schulungsteilnehmer. Die hier aufgeführten Arbeitsmarktbezirke stimmen nicht unbedingt mit den politischen Bezirken überein. Die Quote wird vom AMS nach nationaler Berechnung ermittelt.

Von: apa

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