Global Consumer Insights Studie des Beratungsunternehmens PwC

Regionale Produkte weltweit gefragt

Donnerstag, 15. September 2022 | 12:47 Uhr

Regionale Produkte werden weltweit beliebter. Rund 80 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten sind bereit, für lokale Produkte auch mehr als den Durchschnittspreis zu bezahlen. Begründet wird dies einerseits mit der Unterstützung der lokalen Wirtschaft, andererseits mit der höheren Qualität der Produkte, geht aus der Global Consumer Insights Studie des Beratungsunternehmens PwC hervor, das über 9.000 Personen in 25 Ländern befragte.

Allerdings wirkt sich die hohe Inflation auf das Einkaufsverhalten aus: So rechnen 47 Prozent der befragten Personen damit, mehr für Lebensmittel auszugeben. Und rund ein Viertel der befragten Menschen möchte sogar die Kosten senken. Sparen wollen die Befragten vor allem bei den Ausgaben für Premiumprodukte (37 Prozent), Restaurantbesuche (34 Prozent), Kunst, Kultur & Sport (30 Prozent) und Mode (25 Prozent).

“Das Verbraucherinnenverhalten wird aktuell vor allem von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und teils unterbrochenen Lieferketten beeinflusst. Gleichzeitig gewinnt Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung”, sagt Willibald Kofler, Partner und Country Head von Strategy Österreich, der Strategieberatung von PwC. Einzelhändler und Konsumgüterhersteller müssen der angespannten wirtschaftlichen Lage sowie den Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit gerecht werden.

Allerdings haben Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur ihr Kaufverhalten, sondern auch den Lebensstil geändert. So gaben 50 Prozent der Befragten an, vermehrt online einzukaufen. Und 46 Prozent wollen mehr zuhause kochen. Weiters möchten 22 Prozent weniger oft im stationären Handel einkaufen.

Knapp ein Drittel der Befragten erklärte zudem, Virtual Reality zu nützen. Wobei vor allem in Indien und China die Bereitschaft, VR zu nützen, gegeben ist.

“Die Möglichkeiten der virtuellen Realität für den Handel werden gerade erst sichtbar. Die Zugangshürde, wie z.B. Preis und Gewicht des VR-Equipment, wird niedriger. Dadurch ergeben sich immer mehr sinnvolle Anwendungen, wie der Vergleich verschiedener Produkte oder immersive Erlebnisse vor oder nach dem Kauf”, erklärt Gerald Dipplinger, Partner und Digital Leader bei PwC Österreich.

Von: apa

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