Ghosn soll Firmengelder veruntreut haben

Renault-Chef Ghosn bleibt zehn Tage in Haft

Mittwoch, 21. November 2018 | 08:47 Uhr

Ein japanisches Gericht behält Renault-Chef Carlos Ghosn einem Bericht zufolge zehn Tage in Haft. Auch Nissan-Direktor Greg Kelly müsse für diese Zeit ins Gefängnis, berichtete die Nachrichtenagentur “Kyodo” am Mittwoch. Ghosn war am Montag unter anderem wegen des Verdachts der Veruntreuung von Firmengeldern in Japan festgenommen worden.

Der Topmanager gilt als Architekt der Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi, die den weltgrößten Autoherstellern Volkswagen und Toyota den Rang ablaufen will. Es gibt Befürchtungen, das Bündnis könnte zerbrechen, wenn Ghosn nicht mehr die Fäden in der Hand hält.

Japan bekräftigte jedoch das Bekenntnis zu der Allianz. Ein Regierungssprecher sagte, es sei wichtig, weiter für ein stabiles Bündnis zu sorgen. Zuvor hatte sich bereits der französische Finanzminister Bruno Le Maire für einen Erhalt der Kooperation starkgemacht. Die französische Regierung pocht als 15-prozentiger Renault-Eigner auf eine schnelle Ablösung von Ghosn. Bei Renault soll Insidern zufolge der bisher für das operative Geschäft zuständige Vorstand Thierry Bollore Ghosn kommissarisch als Chef ersetzen. Ghosn ist auch Verwaltungsratsvorsitzender von Nissan und Mitsubishi Motors. Seines Postens bei Nissan soll er am Donnerstag enthoben werden.

Von: APA/ag.

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