Renault hat eine Rückkauf-Option für Avtovaz-Anteile

Renault zieht sich aus Russland zurück

Montag, 16. Mai 2022 | 13:28 Uhr

Der französische Autobauer Renault stellt seine Aktivitäten in Russland wegen des Kriegs in der Ukraine komplett ein und gibt alle Unternehmensbeteiligungen ab. Wie der Konzern am Montag in Boulogne-Billancourt mitteilte, verkauft Renault sämtliche Anteile an Renault Russland an die Stadt Moskau und seinen Anteil am Hersteller Avtovaz an das Zentralinstitut zur Förderung von Automobil- und Motorenbau (Nami). Für Avtovaz gibt es eine Rückkaufoption für sechs Jahre.

“Heute haben wir eine schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen”, sagte Renault-Generaldirektor Luca de Meo. Renault behalte sich die Möglichkeit offen, in einem anderen Kontext nach Russland zurückzukehren. Der Wert der Beteiligungen in Russland von rund 2,2 Mrd. Euro werde zum ersten Halbjahr 2022 ausgebucht. “Ich habe Vertrauen in die Fähigkeit der Renault Group, ihre Transformation weiter zu beschleunigen und ihre mittelfristigen Ziele zu übertreffen”, sagte de Meo.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin kündigte an, dass das sowjetische Kultauto Moskwitsch in der Fabrik künftig wieder produziert werden solle. Zur Entscheidung von Renault sagte er: “Das ist ihr Recht, aber wir können nicht zulassen, dass ein Kollektiv mit vielen tausend Arbeitern ohne Beschäftigung bleibt.” Deshalb sei beschlossen worden, das Werk zu übernehmen und die Produktion von Pkw neu zu starten unter der “historischen Marke Moskwitsch”. Es werde versucht, den Großteil der Arbeitnehmerschaft zu erhalten.

Technologie-Partner für die Wiedergeburt des Moskauer Automobilwerks Moskwitsch werde der russische Autoriese Kamaz. In einer ersten Etappe sollten Verbrenner produziert werden. Später sollten auch Elektroautos hinzukommen. Kamaz und das Ministerium für Industrie und Handel seien auch dabei, in Russland die Produktion einer maximalen Anzahl an Zulieferern anzusiedeln, sagte Sobjanin.

Das Werk in Moskau habe eine lange und ruhmreiche Geschichte. Vor fast 100 Jahren habe dort schon Ford produziert. Über Jahrzehnte sei dort der Moskwitsch gebaut worden, dessen Produktion 2001 eingestellt wurde. Die Zusammenarbeit mit Renault habe 1998 begonnen, schrieb Sobjanin weiter. In dem Werk seien die Modelle Logan, Duster und Sandero vom Band gelaufen. “2022 öffnen wir ein neues Kapitel in der “Moskwitsch”-Geschichte.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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7 Kommentare auf "Renault zieht sich aus Russland zurück"


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Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 8 Tage

…die Russen können nicht mal gscheide Autos bauen…

unter uns
unter uns
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

@Doolin…. so sell net, bisch nia koan Lada gfohrn, wersch ament zu jung sein
,

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 8 Tage

@unter uns
…woll sell schun, aber de Kischt lass i besser dir…geht so schnell wie a Sanduhr…

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Danke für diese Nachricht, dann werde ich in nächster Zukunft keinen Renault mehr kaufen, es gibt solo viele andere Autos….

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 8 Tage

…vor allem russische Autos machen Freude…

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Doolin@

Solange ich genug verdiene, werde ich mir ein westliches Auto leisten.

Vielleicht ist das nächste ein Japaner mit Strom….. mal sehen…..

Aber ich habe ja erst kürzlich einen Diesel gekauft…… der geht noch locker 5 Jahre….

falschauer
1 Monat 8 Tage

am besten wäre für dich ein trapant, falls du noch einen findest

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