Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt

Repräsentanten der slowenischen Minderheit in Italien zu Gast in Bozen

Dienstag, 28. Juni 2016 | 11:52 Uhr

Bozen – Heute Vormittag haben Vertreter/innen der zwei wichtigsten Organisationen der slowenischen Minderheit in Italien der Handelskammer Bozen einen Besuch abgestattet. Es ging um einen Erfahrungsaustausch zwischen Interessenvertretungen in einem Gebiet mit Sprachminderheiten und die Arbeit der Handelskammer Bozen für die Südtiroler Wirtschaft.

Handelskammerpräsident Michl Ebner begrüßte heute Vormittag die Mitglieder zweier Organisationen zum Schutz der slowenischen Minderheit in Italien. Die SSO – Confederazione organizzazione slovena und die SKGZ – Unione culturale economica slovena haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der slowenischen Minderheit in Italien in den Bereichen Politik, Soziales, Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft zu vertreten. Es gibt geschätzt 80.000 Slowenen in Italien, die vor allem nahe der Grenze in Friaul-Julisch-Venetien leben.

Die Handelskammer Bozen informierte die Delegation über die Organisation der Kammer und ihre Dienste für die Wirtschaft sowie die Auswirkungen und die Umsetzung der Handelskammerreform. Durch die Reform ist die finanzielle Lage zurzeit sehr angespannt, dennoch versucht die Handelskammer Bozen ihre Dienste für die Unternehmen nach wie vor im selben Ausmaß anzubieten.

Thema war auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Tirol und der Handelskammer Trient. „Die Delegation interessierte sich besonders für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der drei Kammern der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino bei überregionalen Wirtschaftsthemen wie zum Beispiel dem Verkehr und Projekten wie die Vermarktung der Euregio als Wirtschaftsstandort. Das ist ein Konzept, welches auch für sie interessant sein könnte“, unterstreicht Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Anschließend nutzte man die Zusammenkunft, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erörtern und Branchen zu finden, die am interessantesten für eine Kooperation sein könnten.

Erst vor Kurzem wurde Michl Ebner für seine Verdienste rund um den gelungenen EU-Beitritt von Slowenien mit dem Verdienstorden der Republik Slowenien ausgezeichnet. Während seiner Zeit im römischen und europäischen Parlament hat sich Ebner für die slowenischen Minderheiten in Italien und in Österreich eingesetzt.

Von: ©luk

Bezirk: Bozen