60 Betriebe liefern die Eier derzeit an

Rewe will Umsatz von Tonis Freilandeier kräftig ankurbeln

Mittwoch, 20. März 2019 | 12:35 Uhr

Die Billa-Mutter Rewe will nach Übernahme der Marke Tonis Freilandeier den Umsatz mit einem Relaunch ankurbeln. Der Handelskonzern hatte die bekannte Eier-Marke in einem Konkursverfahren letztes Jahr ersteigert. Rewe-Geschäftsführerin Martina Hörmer kündigte am Mittwoch an, den Umsatz mit neuer Marketingstrategie und veränderten Design um 50 Prozent steigern zu wollen.

Derzeit beliefern 60 Kleinbauernbetriebe die Marke. Tonis Freilandeier sind bei den Rewe-Töchtern Adeg, Billa, Merkur und Penny erhältlich, nicht aber bei anderen Supermarktketten.

Die Toni Handels GmbH musste im Dezember 2017 nach einer 10 Mio. Euro Überschuldung Konkurs anmelden. Gegründet wurde das Unternehmen 1988 von Anton Hubmann und galt als Vorreiter beim Tierschutz. Hubmann wurde wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt, weil er bei den Haltbarkeitsdaten seiner Eier getrickst haben soll.

Der Rewe-Konzern bekam in einem Insolvenzverfahren letztlich den Zuschlag für die Marken-Übernahme. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, er dürfte aber im unteren siebenstelligen Millionenbereich gelegen haben.

Die 60 kleinbäuerlichen Betriebe, die Tonis Freilandeier beliefern, haben durchschnittlich 2.000 Hühner pro Hof, befinden sich großteils in der Steiermark und Oberösterreich. Vertrieben werden die Freilandeier weiterhin von der Verpackungsfirma Amering in oberösterreichischen Salzkammergut.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz