Bau- und Industriejobs sind am stärksten bedroht

Roboter stehlen bis Mitte der 2030-er jeden dritten Job

Mittwoch, 09. Mai 2018 | 14:45 Uhr

Roboter ersetzen in den nächsten Jahren viele Jobs, was aber nicht in die Massenarbeitslosigkeit führen wird. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Beratungskonzerns PwC mit dem Titel “Will robots really steal our jobs?” In Österreich sind demnach bis Mitte der 2030er-Jahre 34 Prozent der Arbeitsplätze von Automatisierungsprozessen bedroht.

PwC hat drei Automatisierungswellen ausgemacht. Die Algorithmuswelle habe uns bereits erreicht: Computer übernehmen die Analyse strukturierter Daten. Ein Beispiel wäre die Kreditprüfung. Diese Innovationswelle könnte bis in die frühen 2020er-Jahre ausgereift sein, glauben die Studienautoren.

Erst Ende der 2020er-Jahre voll entfalten werde sich hingegen die Augmentationswelle. Da geht es um die Automatisierung von sich wiederholenden Tätigkeiten und Informationsaustausch. Drohnen und Roboter im Lagerwesen fallen in diese Kategorie.

Schlussendlich spricht PwC von der Autonomiewelle, die Mitte der 2030er-Jahre ausgereift sein könnte. Da werden mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) Daten aus unterschiedlichen Quellen analysiert, Entscheidungen getroffen und auch Handlungen gesetzt – wie das etwa voll selbstfahrende Autos tun könnten.

Besonders treffen wird es der Studie zufolge das Transport- und Lagerwesen, wo fahrerlose Kraftfahrzeuge menschliche Lenker ersetzen werden. Auch in der Finanzdienstleistungsbranche dürften Algorithmen Menschen zunehmend die Arbeit wegnehmen.

Wie hoch der Anteil der von Robotern übernommenen Arbeitsplätzen ist, ist von Land zu Land unterschiedlich; PwC befragte mehr als 200.000 Arbeitnehmer in 29 Staaten. In einigen ostasiatischen und nordischen Ländern mit einem relativ hohen durchschnittlichen Bildungsniveau hätten bis Mitte der 2030er-Jahre “nur” 20 bis 25 Prozent der Jobs Automatisierungspotenzial. In osteuropäischen Ländern, wo viele Menschen in der industriellen Fertigung arbeiten, seien es dagegen mehr als 40 Prozent.

In Österreich sind, wie in den meisten anderen untersuchten Ländern, Bau- und Industriejobs am stärksten bedroht, hier betrage das Automatisierungspotenzial, wie es PwC nennt, 51 bzw. 48 Prozent. Im Handel könnten 37 Prozent der Jobs von Robotern übernommen werden und im Gesundheits- und Sozialwesen 26 Prozent. Der Bildungsbereich dürfte hingegen mit neun Prozent glimpflich davonkommen. Insgesamt sind in Österreich die Jobs von Männern, jungen Menschen und formal schlecht Gebildeten stärker dem Roboterrisiko ausgesetzt, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie hervor.

Von: apa

Kommentare

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15 Kommentare auf "Roboter stehlen bis Mitte der 2030-er jeden dritten Job"


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xXx
xXx
Tratscher
17 Tage 20 h

Das wird mir zu schwarz gemalen. Es werden vorallem Jobs sein, die monoton sind. Das gute alte Handwerk, wird nie aussterben und auch Industrielle Unternehmen rudern teilweise schon wieder zurück, weil die Kundenwünsche immer personalisierter werden und die jeweiligen Stückzahlen dadurch sinken, was eine automatation nicht mehr wirtschaftlich macht. Denn der Mensch der der Anlage sagt was sie zu tun hat und Rüstet und Einrichtet wird immer bleiben.

Vieldenker
Vieldenker
Superredner
17 Tage 19 h

und die selbstfahrenden Fahrzeuge? welch grausames bild…….als Fußgänger in der stadt zwischen fahrendenn Maschinen……

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
17 Tage 17 h

Naja, der Großteil ist ja schon Massenware. Individuelle wünsche können sich die wenigsten leisten. Wieder so eine Nachricht die uns so langsam vorbereitet auf das was kommen wird. Ob 2030 oder 10 Jahre später ist irrelevant. Die öffentliche Diskussion über das grundeinkommen ist ebenso ein Puzzleteil

xXx
xXx
Tratscher
17 Tage 17 h

@Vieldenker dann wird es 1000mal sicherer sein als Fußgänger in der Stadt.

Vieldenker
Vieldenker
Superredner
17 Tage 15 h

@xXx ja klar

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
17 Tage 19 h

fänd ich gut.Die Menschheit verblödet und verroht immer mehr.Lieber ein Roboter der vorurteilsfrei das tut was man Ihn eingibt.

Vieldenker
Vieldenker
Superredner
17 Tage 22 h

zum Glück bin ich nicht mehr so jung

jack
jack
Superredner
17 Tage 22 h

meinigen sicho net☺

Mitgequatscht
Mitgequatscht
Tratscher
17 Tage 13 h

@jack meinign a nt 😊 und s beste isch je wianigor leit meinign tian welln des do komottor konnsch dor in orbeitsplotz aussuachn 😂

Andreas
Andreas
Superredner
17 Tage 19 h

für die hondwerker a segen! sel will jo e kuaner mehr werden….

StevieWonder
StevieWonder
Neuling
17 Tage 17 h

Kuan wunder, wenne im hondwerk orbeitesch bisch bold a mol komplett gor. Im Hondwerk konn man net a Leben long orbeiten, wenne net hien sein willsch mit 50

Mitgequatscht
Mitgequatscht
Tratscher
17 Tage 13 h

@steviewonder kenne viele tischler und hydrauliker, elektriker usw. Die ihren beruf sogar nach der pensionierung noch ausüben und das freiwillig (manche sicher auch weil sie ihre Rente aufstocken müssen) nicht alle handwerkkichen Berufe sind gleich. Dafür braucht man wenn man im im Handwerk tätig ist nicht Kalorien zähln und sich am Laufband abstrampeln. Abgesehn davon müssen immer mehr bürohengste vom vielen Sitzen in die Physio…. sitzen ist das neue rauchen….

StevieWonder
StevieWonder
Neuling
16 Tage 14 h

@Mitgequatscht i kenn genua leit de mit 40 in 2ten bondscheibenvorfoll kop hoben…

Paul
Paul
Superredner
17 Tage 18 h

in der aufgeblähten Verwaltung ( in einigen Landhäuser ) könnten durch die Digitalisierung. die meisten Stellen eingespahrt werden

Rider
Rider
Grünschnabel
17 Tage 7 h

Fuck the System

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