Römerquelle setzt auf Recycling

Römerquelle setzt auf wiederverwertetes Material

Mittwoch, 03. April 2019 | 13:20 Uhr

Der zu Coca-Cola gehörende burgenländische Mineralwasserabfüller Römerquelle will künftig nur noch Plastikflaschen verwenden, die aus wiederverwertetem Material hergestellt wurden. Weil man nicht nur Gutes tun sondern auch viel darüber sprechen will, soll die Umstellung bereits beim Vienna City Marathon am kommenden Wochenende beworben werden. Die klassische Werbekampagne soll Mitte Mai starten.

Bisher lag der Anteil des recycelten Materials in Römerquelle-PET-Flaschen bei 45 Prozent, bei den anderen Getränken der Gruppe beträgt er zwischen 25 und 45 Prozent. “Der nächste Meilenstein ist ein 50-Prozent-Anteil übers gesamte Sortiment”, sagte die Unternehmenssprecherin von Coca-Cola HBC Österreich, Ursula Riegler. Dieser Recycling-Anteil soll noch im Laufe des heurigen Jahres erreicht werden.

“Wir gehen davon aus, dass es um die 100 Millionen Flaschen betrifft, die wir auf 100 Prozent Recycled PET umstellen”, sagte Riegler. Die Umstellung werde Mehrkosten verursachen, die man aber nicht an die Kunden weitergeben werde.

In Bezug auf den Anteil des recycelten Materials in PET-Flaschen hat die EU vorgegeben, das 2025 der Anteil 25 Prozent betragen soll, spätestens 2030 soll er 30 Prozent betragen. “Was uns allerdings nicht freut, das ist die neue EU-Gesetzgebung, die Getränkeindustrie zwingt, den Verschluss mit der Flasche zu verbinden”, sagte Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher von Coca-Cola Österreich. “Das zwingt die Getränkeindustrie in ganz Europa zu 200.000 Tonnen extra Plastik, die wir unserer Meinung nach nicht bräuchten.”

Die Altstoff Recycling Austria (ARA) sammelt derzeit sieben von zehn PET-Flaschen wieder ein, berichtete ARA-Vorstand Christoph Scharff. Man habe sich zum Ziel gesetzt, diese Quote auf 90 Prozent zu steigern. Erreichen werde man das u.a. durch neue Sortieranlagen mit viel besseren Wirkungsgraden. “Wir haben extrem hohe Sammelquoten bei den großen Formaten”, sagte Scharff. Bei den kleinen Verpackungsformaten für unterwegs seien die Rücklaufquoten aber viel niedriger, “da müssen wir mit unseren Sammelsystemen dem Konsum nachreisen”.

Von: apa