Gewerkschafter warnen vor Sozialabbau

Rote Gewerkschafter kritisieren Regierung

Montag, 30. April 2018 | 12:25 Uhr

Den “Tag der Arbeit” nehmen die roten Gewerkschafter zum Anlass für Kritik an der Regierung. Aus Sicht von FSG-Chef Wolfgang Katzian droht das Gesundheits- und Sozialsystem an die Wand gefahren zu werden. Mit einer Auflösung der AUVA gingen Leistungseinschränkungen einher. AK-Präsidentin Renate Anderl warnt konkret vor dem 12-Stunden-Tag und der Abschaffung der Notstandshilfe.

Die Arbeitszeit solle noch flexibler werden, ärgert sich die neue Chefin der Arbeiterkammer: “Das fordern Industrie und Teile der Wirtschaft und die Regierung springt.” Dafür gebe es möglicherweise keine oder seltener Zuschläge für Mehr- und Überstunden, die angesparte Zeit könne man sich irgendwann nehmen – wenn es dem Unternehmen passt und nicht dann, wenn man sich erschöpft fühle oder einmal mehr Zeit für sich, die Familie, Freunde oder für Fortbildung brauche, kritisiert Anderl.

Das Thema Sozialversicherungsreform nahm Katzian auf. Weniger AUVA bedeute etwa weniger Prävention und damit mehr Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.

Die Liste der Regierungsideen, die sich nachteilig für Arbeitnehmer auswirkten, lasse sich mit der Deckelung von Strafen für Sozialbetrug und mit der Streichung des Jugendvertrauensrats als wichtiges Sprachrohr für Lehrlinge ergänzen, so Katzian, der auch kritisiert, dass ORF-Journalisten mit Einmischungen in ihre Berichterstattung konfrontiert seien.

Von: apa