Am Ende des Börsentags kostete der Euro mehr als 63 Rubel

Rubel an Moskauer Börse eingebrochen

Dienstag, 05. Juli 2022 | 18:15 Uhr

Nach einer monatelang anhaltenden Aufwertung ist der russische Rubel an der Moskauer Börse deutlich eingebrochen. Gegenüber dem Dollar und dem Euro verlor die russische Landeswährung am Dienstag rund zehn Prozent. Auf die drei vergangenen Handelstage hochgerechnet lag der Verlust nach Angaben der Nachrichtenagentur RBC sogar bei rund 20 Prozent.

Am Ende des Börsentags kostete der Dollar mehr als 61 Rubel, der Euro mehr als 63 Rubel. Im Tagesverlauf lagen die Leitwährungen zeitweise sogar mehr als 62 beziehungsweise 64 Rubel. Das ist der höchste Stand seit Anfang Mai. Allerdings ist der Rubel damit immer noch deutlich teurer als vor Kriegsbeginn im Februar. Hintergrund der Aufwertung waren massive Beschränkungen im Devisenhandel und die Sanktionen, die insbesondere Russlands Importe beschränkten. Damit war in Moskau auch die Nachfrage nach Euro und Dollar gesunken.

Die jetzt erfolgte Abwertung begründen Experten mit der Lockerung der Devisenpolitik durch die Zentralbank und der Erwartung, dass die Zentralbank an der Börse auch die Devisenkäufe wieder aufnimmt. Wichtig für die weitere Entwicklung des Rubels ist auch der Import an Verbrauchsgütern, der laut Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow zuletzt wieder leicht zugenommen hatte.

Von: APA/dpa

Kommentare

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10 Kommentare auf "Rubel an Moskauer Börse eingebrochen"


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Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 7 Tage

…auf die Dauer kann man Rubel nur in Mistkübel schmeissen…russische Volkswirtschaft inexistent…

Philingus
Philingus
Superredner
1 Monat 7 Tage

Russland forciert nur noch die Rüstungsindustrie. Der Größenwahn im Kreml weitet sich gnadenlos auf alle Bereiche aus. Das Putin inzwischen öffentlich einschläft erweckt den Anschein, er befindet sich im Stadium des Wachkomas.

Pacha
Pacha
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Wenn man von nichts versteht dann sollte man besser still sein. Ein starker Rubel wäre für uns vom Vorteil wenn ja wenn es die Sanktionen nicht gäbe.
Ich denke da an Italien, an den Tourismus an unsere Exportgüter wie Lebensmittel, Feinkostwaren, Wein uns Spirituosen, an Mode, Schuhe und Bekleidung, Luxusgüter, Sportwagen und Yachten ………Alles im allem sprechen wir so von um die 40 Milliarden Euro die die Russen bei uns nicht mehr ausgeben.
Du kannst ja gerne für den Frieden frieren und dich in alles einschränken, die Vernünftigen suchen nach Lösungen und ein friedliches Auskommen.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 7 Tage

@Philingus Erklährte Philingus in seiner täglichen Pressekonferenz.
Kritische Fragen und Äusserungen sind nicht erlaubt und werden mit den Worten:” Fake News” vom Tisch gefegt.

Philingus
Philingus
Superredner
1 Monat 7 Tage

Besser nicht denken, denn – sie verstehen mit Sicherheit die Interessen des wahnsinnigen im Kreml Crétin Putin (sie sympathisieren ja offensichtlich mit ihm) – sie verstehen in keinster Weise Demokratie und den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Das beweisen sie in ihren Propaganda-Abteilungs-Beiträgen.

Philingus
Philingus
Superredner
1 Monat 6 Tage

Dumm gelaufen: die Forcierung auf die Rüstungsindustrie ist Teil von Gesetzen. Info: Herr Vize-Regierungschef Juri Borissow.

Faktenchecker
1 Monat 6 Tage

Kauf Dir endlich einen Duden.

Sigo70
Sigo70
Superredner
1 Monat 7 Tage

Am 29.6.22 war ein Euro 54 Rubel wert und am 9.3.22 warens noch 150 Rubel und heute vor einem Jahr war ein Euro 87 Rubel wert. 🙄

Ischjolougisch
Ischjolougisch
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Und das bei dieser brutalen Inflation in der Euro-Zone

Faktenchecker
1 Monat 7 Tage

Die Russen haben 14,5% Inflation und setzen bereits inhaftierte an der Front ein.

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