Ölkonzerne orientieren sich um

Russland erhöhte im Mai Ölförderung und -export wieder

Freitag, 03. Juni 2022 | 11:10 Uhr

Nach einem deutlichen Einbruch im April sind die Ölförderung in Russland und der Export im Mai einem Medienbericht zufolge wieder angestiegen. “Unter Einberechnung von Gaskondensat hat Russland im Mai 2022 die Ölförderung im Vergleich zum April um fünf Prozent auf 43,1 Millionen Tonnen gesteigert”, berichtet die Moskauer Wirtschaftszeitung “Wedomosti”. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das Ergebnis dennoch einen Rückgang von 2,5 Prozent.

Der Export sei ebenfalls gestiegen, schreibt das Blatt, ohne genaue Zahlenangaben zu machen. Den bisher größten Rückgang bei Produktion und Absatz erlebte die russische Ölindustrie im April, nachdem die USA und Großbritannien wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ein Embargo verhängten. In dieser Woche einigte sich auch die EU auf ein Teilembargo für russisches Öl. Bisher entfiel die Hälfte der russischen Ölexporte auf Europa.

Um die Verluste zumindest teilweise aufzufangen, ist Russland laut dem Zeitungsbericht gerade dabei, seine Exportrouten umzustellen. Der Export nach Indien könnte demnach auf das Rekordniveau von 900.000 Barrel pro Tag ansteigen, heißt es. Auch China könnte angesichts der starken Rabatte, zu den Moskaus Ölkonzerne gezwungen sind, in den nächsten Monaten zusätzlich 400.000 Barrel russisches Öl pro Tag aufkaufen, prognostiziert das Blatt.

Russland macht derzeit keine offiziellen Angaben zu Ölfördermengen. Die Angaben dazu sowie viele andere Statistiken wurden kurz nach Beginn des Krieges vor der Öffentlichkeit verschlossen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Russland erhöhte im Mai Ölförderung und -export wieder"


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Buffalo
Buffalo
Tratscher
25 Tage 33 Min

Ist schon bemerkenswert wie die Sanktionen des Westens greifen….

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
24 Tage 23 h

gewaltig, drau zohlen tian sowieso lei die Bürger aufgrund höherer Kosten 🙈

sixtus
sixtus
Tratscher
24 Tage 16 h

Nur unsere superschlauen Politiker posten auf Twitter und co. dass sie Öl- und Gaslieferverträge mit den Staaten XY abgeschlossen haben. Sie sollten sich ein Beispiel an Russland nehmen und diese Aktionen als streng Geheim einstufen.

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