Das Samsung Galaxy Note 7 ist kaum noch in Flugzeugen erlaubt

Samsungs Note 7 nun auf allen AUA Flügen verboten

Sonntag, 16. Oktober 2016 | 13:39 Uhr

Die Austrian Airlines verbieten auf ihren Flügen die Mitnahme des Samsungs Pannen-Smartphones Galaxy Note 7. Dies betrifft sowohl Hand- als auch aufgegebenes Gepäck, sagte AUA-Sprecher Peter Thier Sonntagfrüh gegenüber der APA. Die Maßnahme ist ab sofort in Kraft. Zunächst hatte der Bann nur für Flüge von und in die USA gegolten.

Die US-Behörden hatten bereits am Freitag das Pannen-Smartphone komplett aus Flugzeugen in den USA verbannt. Es werde generell untersagt, Geräte dieses Typs sowohl bei Inlandsflügen als auch bei Reisen in die und aus den USA in die Maschinen mitzunehmen, teilte das Verkehrsministerium mit. Das Telefon werde als “verbotenes gefährliches Material” betrachtet.

Mehrere Fluggesellschaften in Europa, aber auch in Australien und Neuseeland reagierten prompt auf das US-Vorgehen – neben den Austrian Airlines auch die Air Berlin, die italienische Fluglinie Alitalia oder die australische Qantas.

Die Gepäckkontrollen an Flughäfen werden aber nicht verschärft. “Das wird nicht von der Bundespolizei kontrolliert”, sagte ein Sprecher der deutschen Bundespolizei, die für die Kontrollen an den deutschen Airports zuständig ist. Verwiesen wurde auch auf die geringe Anzahl der Geräte. In Deutschland wurden bisher nur einige hundert Exemplare des Geräts verkauft, zudem läuft bereits eine Rückrufaktion.

Das deutsche Verkehrsministerium verwies auf die Empfehlungen der EASA zum Umgang mit den Galaxy Note 7. Demnach sollten die Geräte während des Fluges ausgeschaltet sein, nicht geladen werden und sich nicht im aufgegebenen Gepäck befinden. Die Smartphones des Modells dürfen auch nicht als Luftfracht verschickt werden.

Das Modell Note 7 hatte zuletzt immer wieder angefangen zu brennen. Aus Sicht der US-Behörde stellen die Samsung-Geräte deshalb ein Sicherheitsrisiko dar.

Bei Missachtung des Verbots wird es unangenehm. Sollten Passagiere versuchen, mit einem Galaxy Note 7 in den USA zu fliegen, kann das Gerät beschlagnahmt und der Besitzer bestraft werden. Wer es im aufgegebenen Gepäck transportiert, kann auch strafrechtlich verfolgt werden. Sieht ein Airline-Mitarbeiter jemanden mit einem Note 7 vor dem Boarding, muss diesem Passagier der Zugang zum Flugzeug verweigert werden, bis er das Telefon abgibt.

Samsung hatte das Smartphone am Dienstag wegen Feuergefahr endgültig vom Markt genommen. Bereits im September war nach ersten Batterie-Bränden eine weltweite Umtauschaktion eingeleitet worden. Zuletzt gerieten jedoch auch mehrere Ersatzgeräte in Brand. Eins davon entzündete sich vergangene Woche in einem Flugzeug in den USA. Die noch am Gate stehende Maschine wurde geräumt.

Bereits seit über einem Monat durfte man in Flugzeugen keine Note-7-Smartphones benutzen, aufladen oder im Gepäck aufgeben. Es war aber erlaubt, sie in ausgeschaltetem Zustand in der Kabine zu haben.

Das Komplettverbot werde einigen Passagieren Unannehmlichkeiten bereiten, erklärte US-Verkehrsminister Anthony Foxx. “Aber die Sicherheit aller an Bord eines Flugzeugs muss Priorität haben.”

Von: apa

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