Wäscherei: 16 Tonnen Wäsche sollen täglich gereinigt werden

Sanitätsbetrieb: Eine Baustelle mit vielen Baustellen

Freitag, 11. September 2015 | 17:10 Uhr

Bozen – Die Vorbereitungen für die konkrete Inbetriebnahme der neuen Wäscherei des Sanitätsbetriebes laufen auf Hochtouren: Am 9. September 2015 wurden verschiedene Arbeitsgruppen ernannt, die die Umsetzung voranbringen werden.

Anfang August dieses Jahres hatte sich Generaldirektor Dr. Thomas Schael persönlich davon überzeugt, dass die Arbeiten in Pfatten wie geplant voranschreiten. Da bereits Anfang 2016 die Inbetriebnahme geplant ist, geht es nun darum, die noch offenen „Baustellen“ administrativer und organisatorischer Natur zu bearbeiten. In einem Workshop, an dem rund 30 Personen, u.a. die Betriebs- und Bezirksdirektoren sowie verschiedene Führungskräfte des Betriebes teilnahmen, wurden die Tätigkeitskompetenzen verteilt und die Leiter der Arbeitsgruppen ernannt. Auch von Seiten der Bezirksverantwortlichen war man sich einig, dass eine gemeinsame Strategie und Vorgangsweise, z.B. eine einheitliche betriebsweite Dienstkleidung, notwendig ist. Das gesamte Projekt wird koordiniert von Pflegedirektor Dr. Robert Peer, mit Unterstützung von Projektleiter Dr. Christian Schatzer.

Die Arbeitspakete, die nun geschnürt wurden, betreffen u.a. die Klärung der juridischen Details zur Public-Private-Partnership-Form, die Klassifikation der Wäsche (Flachwäsche, Dienstkleidung), aber auch die Bereiche Logistik (betriebsweite Lieferung, Lagerung und Verteilung der Wäsche) und Personal. Was letzteres anbelangt, werden von Seiten des Sanitätsbetriebes frühzeitig die Personalvertretungen und Gewerkschaften einbezogen, um eine transparente und klare Vorgangsweise und Information sicherzustellen. „Es handelt sich mit Sicherheit um einen attraktiven Arbeitsplatz nach modernsten Erkenntnissen“, ist Generaldirektor Schael beeindruckt, „hier wurde auch – über die konkrete Bauabwicklung hinaus – viel getan: Es wurden Gespräche mit der Bezirksgemeinschaft und den Bürgermeistern der angrenzenden Gemeinden geführt, um auch eine strategisch gute Erreichbarkeit garantieren zu können. Es ist ein Citybus-Anschluss ebenso geplant wie die Überprüfung der Bushaltestellen, der Gehsteige und Fahrradwege, denn es ist wichtig, dass die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die insgesamt in der neuen Wäscherei arbeiten werden, eine gute Anbindung haben. Auch wird ein moderner Mensabetrieb gewährleistet werden.“

Die Gebrüder Haas der Firma Haas, die 49 Prozent der Firmenanteile besitzen, legen Wert darauf, dass im neuen Betrieb besonders familienfreundliche Arbeitsplätze entstehen: Viele Teilzeitstellen sollen es erlauben, Arbeit und Familie besser zu koordinieren.

Den Arbeitsgruppen steht nun ein intensiver Herbst ins Haus: Es muss die Umsetzung in die Wege geleitet werden, denn die Großwäscherei nimmt im nächsten Jahr ihren Betrieb auf. So muss z.B. überprüft werden, wo es noch in den Krankenhäusern Unterschiede in der Wäschehandhabung gibt. Danach gilt es, in enger Absprache mit den Bezirken, eine gemeinsame Marschroute festzulegen, um die Arbeiten in der neuen Wäscherei, in der geplante 16 Tonnen Wäsche täglich gereinigt werden, reibungslos starten zu lassen.

Von: ©mk