Fachübergreifendes Know-How bei komplexem Thema

Sanitätsbetrieb: Referentin für Datenschutz ernannt

Dienstag, 15. September 2015 | 16:30 Uhr

Bozen – Die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben ist im Gesundheitswesen von zentraler Bedeutung. In den letzten Jahren gab es zudem eine Reihe von normativen Neuerungen und Auflagen in diesen Bereich. Im Südtiroler Sanitätsbetrieb wurde nun eine Referentin für Datenschutz ernannt, um der Entwicklung dieses sehr komplexen Themas mit speziellen Kompetenzen und fachübergreifendem Know-How zu begegnen.

Mittels interner Kundmachung und über ein eigenes Auswahlverfahren wurde unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sanitätsbetriebes eine Person mit der entsprechenden Fachkompetenz gesucht. Ab 15.09.2015 ist nun Dr.in Maria Murgia als Referentin im Bereich Datenschutz für den Südtiroler Sanitätsbetrieb tätig.

"Die Referentin für Datenschutz muss detailliertes juristisches Fachwissen im Bereich des Datenschutzes besitzen. Es ist zudem notwendig, dass sie die internen klinischen Abläufe kennt und über die Entwicklungen im sanitären Bereich genauestens Bescheid weiß“, erläutert Generaldirektor Dr. Thomas Schael das Anforderungsprofil für die neue Fachkraft. „Mit Dr.in Maria Murgia, die Rechtswissenschaften studiert hat und bisher als Krankenpflegerin in der Abteilung Kardiologie des Krankenhauses Bozen beschäftigt war, haben wir genau diese Kombination von Kompetenzen intern gefunden.“

Laut Generaldirektor Thomas Schael gibt es drei große Einsatzbereiche für die neue Referentin. Zum einen ist die Einhaltung der normativen Bestimmungen im Bereich der Betreuung in Medizin und Pflege zu gewährleisten (Stichwort „Elektronische Patientenakte“), weiters gilt es sicherzustellen, dass die strengen Auflagen bei der Weitergabe von statistischen Daten für epidemiologische und Planungszwecke eingehalten werden. „Schlussendlich kommt mit der Entwicklung der Pflegepfade ein neuer, sehr komplexer Bereich dazu“, so Thomas Schael weiter, „weil dort die verschiedensten Berufsbilder inter- und multidisziplinär zusammenarbeiten. Hier muss nicht nur sehr differenziert abgeklärt werden, welche rechtlichen Voraussetzungen einzuhalten sind, sondern auch mit klinischem Fachwissen entschieden werden, wer auf welche Daten zugreifen muss und darf, damit die optimale Betreuung der Patienten und Patientinnen gewährleistet wird.“

Dr.in Murgia wird weiters als Expertin für Fragen und Neuerungen zum Thema Datenschutz zur Verfügung stehen und in Zusammenarbeit mit den Verbraucherschutz-Verbänden Initiativen zur Aufklärung über die Rechte der Bürgerinnen und Bürger starten.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen