Meraner Stadtverwaltung fordert Änderungen

SASA: “Wir wollen mehr Mitspracherecht”

Mittwoch, 20. April 2022 | 20:14 Uhr

Meran – Meran will mehr Mitspracherecht bei der Führung der SASA, welche die städtischen Buslinien in Bozen, Meran und Leifers und seit 14. November 2021 auch 30 außerstädtische Linien betreibt. Dies fordert die Meraner Stadtverwaltung angesichts des jüngsten Vorschlags der Landesregierung zur Überarbeitung des Unternehmensstatuts.

“Zu den vorgeschlagenen Änderungen gehört eine Verringerung der Zahl der Vorstandsmitglieder von sechs auf drei, wobei das Land zwei Vertreter ernennen würde, während die drei Gemeinden im Rotationsverfahren ein Mitglied namhaft machen würden. Darüber hinaus sieht der Entwurf der neuen Satzung vor, dass der Mehrheitsaktionär, d.h. das Land, niemals unter zwei Drittel des Aktienkapitals fallen kann. Diese Bedingung würde es der Landesregierung ermöglichen, die ordentliche und außerordentliche Verwaltung der Aktivitäten des Unternehmens in völliger Autonomie zu gewährleisten und die Gemeinden zu bloßen Statisten zu machen. Es handelt sich hierbei um eine für uns inakzeptable Lösung”, betonte Bürgermeister Dario Dal Medico. “Wir beabsichtigen, beim Land zu intervenieren, damit den drei Mitgliedsgemeinden – und somit auch der Stadt Meran – die ihnen zustehende Rolle anerkannt wird.”

Die 1948 auf Initiative der Gemeinden Bozen, Meran und Leifers gegründete SASA ist heute eine Aktiengesellschaft und erfüllt seit 2017 die Anforderungen der aktuellen Inhouse-Providing-Gesetzgebung. Mit der im Jahr 2021 beschlossenen Kapitalerhöhung erwarb die Provinz 88,80 Prozent der Gesellschaftsanteile, während die Stadt Bozen 6,40 Prozent, Meran vier Prozent und Leifers 1,40 Prozent hält.

Von: bba

Bezirk: Eisacktal

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