Grünanlagen, Landwirtschafts- und Waldflächen oft öffentliches Eigentum

Schuler für stärkere Ökologisierung im Garten-Bereich

Donnerstag, 16. April 2015 | 17:04 Uhr

Meran – "Öffentliche Körperschaften wie Gemeinden und Städte haben eine besondere Verantwortung für die Erhaltung der Arten- und Lebensraumvielfalt": Darauf wies Landesrat Schuler heute bei der 58. Sitzung des Fachausschusses für Stadtgärten im Österreichischen Städtebund im Meraner Kurhaus hin, zu der auch Südtiroler Verantwortliche für das öffentliche Grün eingeladen waren.

"Oft sind gerade die großen Grünanlagen oder auch Landwirtschafts- und Waldflächen öffentliches Eigentum", unterstreich Landesrat Arnold Schuler. Daher sollten ökologische Aspekte fester Bestandteil der Gemeindeentwicklung werden. "Das öffentliche Grün in den Städten", führte Landesrat Schuler aus, "wird immer stärker zum Barometer für die Lebensqualität im urbanen Raum".

Die meisten Südtiroler Gärten werden bereits nach diesen Prinzipen bebaut, doch gelte es gerade deshalb, verstärkt diese Flächen in Südtirol grün und umweltschonend zu gestalten. "Die Artenvielfalt und der ökologische Ausgleich zwischen den Arten ist ein Aspekt, den es vermehrt zu beachten gilt", erklärte Landesrat Schuler, "auch sogenannte Unkräuter haben im Garten eine Existenzberechtigung, da gerade sie für den Erhalt der Artenvielfalt wichtig sind." Auf diese Weise könne es gelingen, den ökologischen Nutzen der Gärten zu stärken und zugleich einen Ort zu schaffen, an dem sich auch Menschen gerne aufhalten und wohlfühlen, zeigte sich der Landesrat überzeugt.

Der baldige Beitritt des land- und forstwirtschaftlichen Versuchszentrum zum Natur-im-Garten-Netzwerk als Lizenznehmer und Zertifizierungsstelle sowie die geplante Zertifizierung des Bauerngartens in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff tragen der stärken Ökologisierung auch in diesem Bereich Rechnung.

In einem Land mit einer solch einzigartigen Fülle an Naturwundern wie Südtirol einen botanischen Garten einzurichten, könne auch im Rückblick als Wagnis bezeichnet werden, darauf wies Landesrat Schuler hin. Längst sei aber klar, dass sich Konzept und Konsequenz der gärtnerischen Arbeit in den Gärten von Trauttmansdorff bewährt haben. Deshalb freue er sich, als zuständiger Landesrat das Wachsen und Blühen der Gärten von Trauttmansdorff weiter fördern und lenken zu können. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff präsentieren auf einer Fläche von zwölf Hektar – unterteilt in vier Gartenwelten – über 80 Gartenlandschaften mit Pflanzen aus aller Welt. Einzigartig ist ihre landschaftliche Lage: Sie erstrecken sich in Form eines natürlichen Amphitheaters über einen Höhenunterschied von mehr als hundert Metern und eröffnen so beeindruckende Panoramablicke auf die umliegende Bergwelt sowie die Kurstadt Meran. Diese ist dank des wintermilden Klimas idealer Standort für einen botanischen Garten. Im Gegensatz zu vielen anderen Gärten zeigt Trauttmansdorff, das sich harmonisch in die Naturlandschaft integriert, vorwiegend Landschaftsbeispiele aus aller Welt, wobei auch die Zusammenhänge zwischen natürlicher Vegetation, Klima, Standort und menschlichen Eingriffen berücksichtigt werden. Prächtige Blühhöhepunkte verändern das Erscheinungsbild der Gärten Woche für Woche; verschiedene botanische Raritäten und Attraktionen machen die Gartenanlage zu einem Anziehungspunkt.

Von: ©lpa

Bezirk: Burggrafenamt