Die Bermudas sind eine von zahlreichen Steueroasen

“Schwarze Liste” von Steueroasen knapp zweistellig

Freitag, 01. Dezember 2017 | 11:25 Uhr

Die “Schwarze Liste” von Steuersünder-Staaten, die beim EU-Finanzminister Dienstag nächster Woche beschlossen werden soll, dürfte knapp zweistellig ausfallen. In EU-Ratskreisen hieß es am Freitag in Brüssel, dass die EU insgesamt 92 Staaten angeschrieben habe. Von diesen hätten etwa 70 geantwortet. Von den meisten von ihnen gebe die Zusicherung, die meist geringen Mängel bis Ende 2018 zu beheben.

Bei Entwicklungsländern betrage die Frist Ende 2019. Zu den USA, die keinen automatischen Informationsaustausch wollten, gab es keine Auskünfte.

Zur Finanztransaktionssteuer wird diesmal am Rande von Eurogruppe und EU-Finanzministerrat keine eigene Sitzung der zehn für eine verstärkte Zusammenarbeit eintretenden Staaten abgehalten. Die Leitung dieser 10-er Gruppe hat der geschäftsführende Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP). Diese Funktion müsste – nachdem Schelling angekündigt hat, der neuen Regierung in Österreich nicht mehr anzugehören – auf einen anderen Finanzminister übergehen.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "“Schwarze Liste” von Steueroasen knapp zweistellig"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
josef.t
josef.t
Tratscher
16 Tage 1 h

Man Kennt das Problem schon seit geraumer Zeit,
die Politik aber, ist nicht bereit dagegen anzugehen !
Steuerhinterziehung ((besonders schlimm wenn das
Geld in das Ausland geschafft wird)), ist Diebstahl
am Volk !
Ein weiteres Problem, unsere Volksvertreter sind nicht
gewillt Gesetze zu verabschieden, dass wo das Geld
erwirtschaftet wird, auch die Steuern fällig sind ! 

Gredner
Gredner
Superredner
16 Tage 3 Min

Der freie Austausch von Waren und Dienstleistungen innerhalb der EU macht hier schon mal einen Strich durch die Rechnung. Nike war es so möglich in Deutschland Schuhe zu verkaufen und in Holland dafür (keine) Steuern zu bezahlen.  Und umso schwieriger wird es Steuern zu verlangen auf Produkte die gar nicht in der EU produziert werden. Man verschiebt die “Gewinne” also in Steueroasen. Wie soll der Gesetzgeber das wieder zurechtbiegen?  Zölle einführen?

Knut
Knut
Grünschnabel
15 Tage 23 h

Auf Dauer wird es nicht funktionieren, dass international agierende Konzerne ihre “Steueroptimierung” derart auf die Spitze treiben, dass Null Komma Null Etwas an Steuern entrichtet werden! Hier sollte die EU rasch eingreifen und den streng an der Legalitätsgrenze agierenden Managern einen Riegel vorschieben!

wpDiscuz