Etschwerke-Fusion würde zu unlauterer Monopolstellung führen

SEL muss wohl Anteile von Selgas abtreten

Samstag, 04. Juli 2015 | 15:45 Uhr

Bozen – Anlässlich der geplanten Fusion zwischen der Landesenergiegesellschaft SEL und den Etschwerken musste am Donnerstag Landeshauptmann Kompatscher bei der Wettbewerbsbehörde vorstellig werden, berichtet das Tagblatt „Dolomiten“. Obwohl zum Inhalt und Ergebnis der Anhörung offiziell nichts bekannt ist, seien einige Details zur SEL-Tochter Selgas durchgesickert. Da nach der Fusion zwischen SEL und Etschwerke die Machtkonzentration nämlich zu hoch wäre, müsse die Landesenergiegesellschaft einen nicht unwesentlichen Teil ihres Marktanteiles abtreten, so die vermutliche Empfehlung der Wettbewerbsbehörde.

Da diese Bewertung der Behörde bereits absehbar gewesen wäre, sei die Landesregierung bereits aktiv geworden und habe die Abtretung von mehreren Anteilen an die Südtiroler Gemeinden geplant, um eine gesetzlich untersagte Monopolstellung zu verhindern. Diese dürften durchaus an dem Kauf interessiert sein, wo es doch seit Jahren diesbezügliche Bestrebungen gäbe. Somit würden sowohl Land als auch Gemeinden von dem Geschäft profitieren. Der Fusionspartner Etschwerke hingegen solle angeblich nicht an einem Verkauf von Anteilen Interesse zeigen.

Von: ©mh