Investor Rene Benko übernimmt Kika/Leiner

Signa kauft Kika/Leiner

Donnerstag, 14. Juni 2018 | 23:49 Uhr

Die rund 5.000 Beschäftigten der angeschlagenen Möbelkette Kika/Leiner können aufatmen. Die Signa Gruppe des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko kauft Kika/Leiner um kolportierte 500 Mio. Euro. Der österreichische Möbelhändler ist durch den Bilanzskandal der deutsch-südafrikanischen Konzernmutter Steinhoff in den letzten Monaten immer tiefer in die Krise gerissen worden.

Nachdem der Kreditversicherer Euler Hermes Warenlieferungen an Kika/Leiner nicht mehr abzusichern bereit war und die Urlaubsgelder Ende Juni fällig werden, war die Möbelkette seit zehn Tagen auf der Suche nach einem finanziellen Ausweg.

Donnerstagmittag gab es erste Medienberichte, dass Signa bei der österreichischen Möbelkette einsteigt. Am Donnerstagabend kam dann die offizielle Bestätigung: Die Kika/Leiner-Konzernmutter Steinhoff Europe hat das Angebot der Signa-Gruppe zum Kauf des Möbelhändlers angenommen. In den nächsten Tagen würden “alle Verträge abgestimmt und fixiert”, teilte Kika/Leiner-Geschäftsführer Gunnar George in einer Aussendung mit. Eine Aussendung von Steinhoff und der Signa Gruppe zum Kauf gab es vorerst nicht.

Laut Unternehmensangaben sind die Arbeitsplätze in den 46 Kika/Leiner-Filialen in Österreich gesichert. “Die kapitalstarke Signa hat mit der erfolgreichen Sanierung von Karstadt die langfristige Sicherung von Arbeitsplätze bewiesen und wird den Restrukturierungsprozess, den wir Anfang des Jahres begonnen haben, als Garant weiter unterstützen”, so George.

Die Kika/Leiner-Eigentümerfamilie Koch verkaufte im Jahr 2013 die Möbelkette laut damaligen Medienberichten um mehr als 500 Mio. Euro an Steinhoff. Der Konzern hat nach eigenen Angaben rund 130.000 Mitarbeiter in mehr als 30 Ländern. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Kika/Leiner nach eigenen Angaben eine schwarze Null, der Umsatz in Österreich lag bei etwa 800 Mio. Euro. Im osteuropäischen Raum wurden Erlöse in Höhe von 200 Mio. Euro verbucht.

Vergangenen Dezember räumte Steinhoff, die Nummer zwei im weltweiten Möbelhandel hinter Ikea, Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen ein, die Aktien des Unternehmens gingen auf Talfahrt und stürzten um mehr als 90 Prozent in die Tiefe. Steinhoff saß zu diesem Zeitpunkt auf einem Schuldenberg von 10,7 Mrd. Euro und ringt seither ums finanzielle Überleben.

Auch von anderen Anteilen trennte sich Steinhoff bereits, um sich finanziell etwas Luft zu verschaffen. Der oberösterreichische Möbelhändler XXXLutz übernimmt von Steinhoff die Anteile an der deutschen Möbelkette Poco, teilten die Unternehmen Ende April mit. Die XXXLutz-Gruppe wird damit um 123 Einrichtungshäusern in Deutschland mit fast 8.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,6 Mrd. Euro wachsen.

Von: apa

Kommentare

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10 Kommentare auf "Signa kauft Kika/Leiner"


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Tabernakel
4 Tage 14 h

Bis die Blase platzt.

Gescheide
Gescheide
Grünschnabel
4 Tage 11 h

*puff*

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
4 Tage 15 h

Rene, die Alitalia wär auch noch zu haben!

Lumberjack
Lumberjack
Grünschnabel
4 Tage 15 h

500 Millionen 😳 
Dafür müsste ich… mhmmm. So weit kann ich nicht mal zählen, wielange ich dafür Arbeiten müsste. jedenfalls mehrere tausend Jahre

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
4 Tage 15 h

Du armes Würstchen

genau
genau
Universalgelehrter
4 Tage 13 h

Doch das geht ganz einfach

500 000 000 GETEILT durch dein Monatliches Einkommen.

Das Ergebnis MAL 12!

Dann weißt du genau wiviele Jahre du brauchst🙂

aristoteles
aristoteles
Grünschnabel
3 Tage 20 h

@Orschgeige, ich bin auch ein armes würstchen. aber nur finanziell, nicht wie du……

aristoteles
aristoteles
Grünschnabel
3 Tage 17 h

@genau, ich müsste da ca. 2.227 jahre arbeiten

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
4 Tage 13 h

ahh, ich dachte schon er will Bozen übernehmen…

aristoteles
aristoteles
Grünschnabel
3 Tage 20 h

iuhui, warte es ab

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