Das Unternehmen gehört dem Investor Rene Benko

Signa Sports geht an die New Yorker Börse

Freitag, 11. Juni 2021 | 14:25 Uhr

Die Sport-Onlinehandelsplattform Signa Sports United geht über die Hintertür an die Börse in New York. Das Unternehmen, das mehrheitlich dem österreichischen Investor Rene Benko gehört, plant einen Börsengang durch eine sogenannte SPAC-Transaktion. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bewertet wird die Firma dabei mit 3,2 Mrd. Dollar (2,63 Mrd. Euro)

Bei einem SPAC (“Special purpose acquisition companys”) handelt es sich um eine bereits an der Börse gelistete Unternehmenshülle, die mit einer nicht notierten Firma fusioniert. Im Fall Signa Sports ist das die US-Firma Yucaipa Acquisition. Yucaipa bringt 345 Millionen Dollar an Eigenkapital in das auf Radsport, Tennis, Teamsport sowie Outdoor-Bekleidung spezialisierte Unternehmen ein, zusätzlich erhält Signa Sports 300 Millionen Dollar aus einer Kapitalerhöhung von an der SPAC-Transaktion teilnehmenden Investoren. Einen Teil der Einnahmen nutzt Signa Sports für den Kauf des britischen Fahrrad-Onlinehändlers Wiggle. Dessen Eigentümer, der Finanzinvestor Bridgepoint, wird im Zuge des Deals ebenfalls Anteilseigner von Signa Sports.

Der Onlinehandel mit Sportartikeln, unter anderem mit Fahrrädern, wächst in der Coronakrise rasant. Die Verbraucher achteten während des Lockdowns verstärkt auf ihre Gesundheit und trieben deshalb mehr Sport und kauften mehr online ein. Der globale Markt für Sportartikel wird auf mehr als 1 Billion Dollar im Jahr geschätzt.

Signa Sports wollte eigentlich bereits 2018 über einen klassischen Börsengang an den Kapitalmarkt, entschied sich dann aber für eine private Finanzierungsrunde. Seither sind der japanische Handelskonzern Aeon und die asiatische Central Group sowie die deutsche R+V Versicherungsgruppe beteiligt. Sie alle bleiben nach der SPAC-Transaktion Aktionäre von Signa Sports. Zu Benkos Unternehmensgruppe Signa gehören zahlreiche Immobilien und auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof.

Signa Sports ist nach eigenen Angaben der weltweit größte reine Online-Sportartikelhändler und betreibt in 17 Ländern mehr als 80 Internet-Shops und zählt jährlich über 7 Millionen Online-Kunden. Inklusive der jüngsten Akquisitionen erwartet das Unternehmen für das im September zu Ende gehende Geschäftsjahr 2020/21 einen Betriebsgewinn von rund 70 Millionen Dollar und Umsätze von 1,6 Mrd. Dollar. Die Erlöse sollen in den kommenden fünf Jahren um mehr als 25 Prozent jährlich zulegen. Die Gewinnmarge soll sich langfristig auf 12 bis 15 Prozent verdreifachen.

SPACs sind vor allem in den USA beliebt. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge sammelten sie alleine in diesem Jahr bisher 100 Milliarden Dollar bei Investoren ein. Das einziges Ziel dieser SPACs ist es, ein operativ tätiges Unternehmen zu übernehmen und diesem dadurch zu einer Börsennotiz zu verhelfen. Da die Zeichner von SPAC-Anteilen zunächst nicht wissen, wer das Übernahmeziel sein wird, werden SPACs auch als “Blankoscheck-Firmen” bezeichnet.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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4 Kommentare auf "Signa Sports geht an die New Yorker Börse"


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andr
andr
Universalgelehrter
1 Tag 15 h

Na dann ist ja gut 😀wieviel braucht der Mensch um leben zu können🥵

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Tag 9 h

andr, vielleicht sucht er a eine Frau wia der aus Vintl!😂

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Tag 25 Min

Und keiner fragt nach, woher all sein “verwaltetes Vermögen” herkommt? Von ehrlicher “Arbeit” mit über 50% Steuerabzügen, kann es schlecht begründet werden. Aber es ist ja “normal”, da die größten Kapitalisten eher keine Steuer zahlen brauchen.

Zugspitze947
18 h 46 Min

berthu: machs doch nach……. Wer riskant spekuliert kann auch Erfolg haben ,ich gönns Ihm ! Hoffe allerdings dass er sich immer daran Erinnert der Erfolg hängt auch und hauptsächlich an zufriedenen Mitarbeitern 🙂

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