Handy oder Tablet? Huawei vereint beim Mate X beides in einem

Smartphones machen die Biege: Die Mobilfunk-Trends 2019

Mittwoch, 27. Februar 2019 | 10:40 Uhr

Ohne Smartphone geht nichts mehr, schon gar nicht auf dem Mobile World Congress (MWC). Dort zeigen die Hersteller spannende neue Mobilgeräte und Zukunftstechnologien. Mindestens eine davon können Nutzer noch 2019 in den Händen halten – und auch noch falten.

Clevere Kameras, Gestensteuerung ohne Berührung oder Kino-Displays: Bei der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona (bis 28. Februar) jagt eine Smartphone-Innovation die nächste. Ein Überblick:

Falt-Smartphones

Smartphones mit biegsamen Displays sind ein Hingucker. Aufgeklappt bieten Foldables so viel Displayfläche wie Tablets. Zusammengeklappt sind sie leicht verstaubar. Das hat seinen Preis: 2.300 Euro kostet das ab Mitte des Jahres erhältliche Foldable Mate X von Huawei. Dafür bietet das aufgeklappt 5,4 Millimeter dünne Gerät ein 8 Zoll großes Display. Nach dem Zusammenfalten ist das Gerät 11 Millimeter dick, das Display liegt außen. Es ist auf der einen Seite 6,6 und auf der anderen 6,38 Zoll groß. Eine kombinierte Haupt- und Frontkamera ist in einer kleinen Wulst untergebracht.

Anders geht Samsung vor: Beim Galaxy Fold (2.000 Euro, ab Mai) liegt das aufgeklappt 7,3 Zoll große Display nach dem Zusammenfalten geschützt innen. Außen muss ein 4,6-Zoll-Display genügen. Multitasking mit bis zu drei Apps soll möglich sein.

Im Vergleich zum bereits im Oktober 2018 vorgestellten Flexpai von Royole, das in China bereits verkauft wird und nun für andere Märkte überarbeitet werden soll, haben die Foldables von Samsung und Huawei an der Scharnierseite keine auffällige Lücke mehr. Die beiden Gerätehälften liegen zusammengeklappt quasi plan aufeinander.

LG will eine weitere Alternative bieten: An das neu vorgestellte V50 Thinq 5G lässt sich einfach ein zweites Display andocken und unabhängig vom ersten betreiben. So können Nutzer das erste Fenster fürs Gaming oder zum Surfen nutzen und im anderen Display Mails schreiben. Preise und Marktstart stehen noch nicht fest.

Kamera-Künstler

Dreifach-Kameras mit Normal-, Weitwinkel- und Tele-Optik sind schon Standard bei Top-Smartphones. Nokia setzt noch einen drauf – oder besser gesagt zwei. Die Hauptkamera des Nokia 9 Pureview (700 Euro, ab März) kommt auf fünf Linsen mit verschiedenen Brennweiten, die auf der Rückseite mit dem LED-Blitz und einem Infrarot-Tiefensensor in Duschkopf-Optik angeordnet sind.

Für das finale Foto werden mehrere HDR-Aufnahmen zusammengerechnet. In einer App lässt sich die Tiefenschärfe im Nachhinein beliebig ändern. Und Nutzer können Motive ganz ohne komplexe Zoom-Optik näher heranholen. Das sogenannte Croppen funktioniert beim Nokia 9 bis zur fünffachen Vergrößerung ohne Qualitätsverlust.

Aber auch die Entwicklung ohne Software-Kniffe geht weiter: In einem noch namenlosen Gerät hat der chinesische Hersteller Oppo eine Kamera mit zehnfachem optischem Zoom vorgestellt, die trotzdem in ein Gehäuse passt, das keine sieben Millimeter dick ist.

Eine Infrarotkamera, die nicht in erster Linie bei Fotos assistiert, hat LG im neuen Top-Smartphone G8 Thinq integriert. Ihre Tiefenmessungen ermöglichen berührungsloses Entsperren via Handvenenerkennung (Hand-ID). Der Nutzer kann außerdem Funktionen mit Handgesten steuern, ohne das Display zu berühren (Air Motion) – etwa Apps aufrufen, die Lautstärke regeln oder Screenshots machen.

Display-Design

Smartphones werden immer randloser und bieten so mehr Displayfläche. Neue Wege geht dabei Sony bei seinem neuen Flaggschiff Xperia 1 mit 6,5 Zoll großem 4K-OLED-HDR-Display (950 Euro, ab Juni). Die Japaner wählen auch für die ab sofort verfügbaren Mittelklasse-Modelle Xperia 10 (350 Euro) und Xperia 10 Plus (430 Euro) das längliche 21:9-Format, das Kino-Format. Cineasten werden damit von den schwarzen Balken beim Filmeschauen befreit.

Schrumpft oben der Rand, fehlt der Platz für Kamera oder Sensoren. Aussparungen (Notches) in der oberen Displaymitte sind eine Antwort darauf. Aber auch oben im Display ausgestanzte Löcher für die Frontkamera – wie bei den Galaxy-S10-Modellen von Samsung. Andere Optionen sind Pop-up-Frontkameras wie im Archos Diamond (370 Euro) und Slider wie beim Xiaomi Mi Mix 3 5G (600 Euro, ab Mai).

5G

Die nächste Mobilfunkgeneration soll im Vergleich zu 4G (LTE) bis zu 100 Mal höhere Downloadraten und drastisch reduzierte Signallaufzeiten bieten. 2019 werden die ersten 5G-Smartphones in Deutschland verkauft. Dazu gehört etwa besagtes Slider-Modell von Xiaomi, das Huawei-Foldable oder das Samsung Galaxy S10 5G zu einem noch nicht genannten Preis.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Smartphones machen die Biege: Die Mobilfunk-Trends 2019"


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prontielefonti
prontielefonti
Superredner
24 Tage 19 Min

Und wieder epas Nuis um is olte weckzihaudn…. 😂 😂

Guri
Guri
Tratscher
24 Tage 17 Min

schöne neue Welt , was hilft 5G Wenn die Antennen es nicht senden ! ich währe schon froh am Gardasee 3G zu haben in einigen Gebieten !

nuisnix
nuisnix
Tratscher
23 Tage 23 h

Jo hosch Recht!
Ba mir drhoam in Keller schaugs a net besser aus, koan Empfong

1litermuelch
1litermuelch
Tratscher
23 Tage 22 h

Klimaschutz hin a her und donn kemmen wieder setze energiefresser afn morkt 🤔

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