Fitbits Ionic ist bis knapp 50 Meter wasserdicht

Smartwatches als Trainingshelfer und dezenter Schmuck

Montag, 04. September 2017 | 10:35 Uhr

Sportlich oder stilvoll – zwischen diesen beiden Extremen pendeln die Smartwatch-Neuigkeiten auf der Elektronikmesse IFA (noch bis 6. September). Statt Alleskönnern präsentieren die Hersteller Trainingshelfer und dezente Begleiter.

Samsung zieht mit zwei aufgefrischten Sport-Wearables mit Tizen-Betriebssystem in den Herbst. Die Gear Sport ist eine auf Freizeitsportler ausgerichtete Smartwatch mit rundem Touch-Display. Per Bluetooth und WLAN verbindet sie sich mit Smartphones (ab Android 4.4 und iOS 9) oder funkt Inhalte auf kompatible Smart TVs. Zur Erfassung von Sport- und Gesundheitsdaten sind Beschleunigungssensoren, ein Gyroskop zur genaueren Lagebestimmung, ein Barometer zur Messung des Luftdrucks und ein Herzfrequenzmesser eingebaut.

Der 300 Milliamperestunden fassende Akku der ohne Armband knapp 50 Gramm schweren Uhr wird per Induktion geladen. Rund 350 Euro beträgt der Preis, Verkaufsstart ist im Oktober.

Bei der Leistung nahezu identisch, aber mit einem anderen Formfaktor kommt der Fitness-Tracker Gear Fit2 Pro. Er ist ab Mitte September für rund 230 Euro verfügbar. Wie beim Vorgänger ist das 1,5 Zoll große AMOLED-Display des wasserfesten Trackers gebogen und passt sich der Wölbung des Arms an. Neben Trainings- und Trackingfunktionen lassen sich auch Nachrichten vom Smartphone durchleiten.

Im Rennen gegen andere Anbieter will sich Samsung besonders durch die eigenen und mit Partnern wie Under Armour oder Speedo erstellten Trainingsprogramme positionieren. Nutzer sollen über Health-App und Wearable zu mehr Bewegung animiert werden und unkomplizierte Trainingsanleitungen erhalten.

Auch Fitbit richtet seine Smartwatch Ionic konsequent auf Sportler aus. Die Uhr soll ihren Trägern eine Art persönlicher Trainer sein, sammelt Bewegungsdaten und hält Programme für diverse Sportarten vor. Wie auch Samsungs neue Wearables ist Fitbits Ionic bis knapp 50 Meter wasserdicht und damit auch zum Schwimmen geeignet. Für Musik ohne Smartphoneverbindung stehen knapp 2,5 Gigabyte Speicher zur Verfügung. Die mit dem hauseigenen FitbitOS betriebene Uhr arbeitet mit Android- und iOS-Smartphones zusammen und soll rund 350 Euro kosten.

Eher dezent setzt Fossil seine Smartwatches Q Venture (42 Millimeter) und Q Explorist (44 Millimeter) in Szene. Die Geräte mit Android Wear haben ein klassisches Chronometer-Design, Nutzer können zwischen diversen Ziffernblättern für das Always-on-Display und Armbändern aus unterschiedlichen Materialien wählen. Durch Android Wear 2.0 lässt sich der Google Assistant per Sprachbefehl am Handgelenk abrufen.

Auch bei Fossil sollen diverse mit Partnern entwickelte Sportprogramme und Trainingshilfen für Bewegung sorgen. Beide Uhren verfügen über vier GB internen Speicher für weitere Apps und Musik. Eingehende Nachrichten und Kalendereinträge vom Smartphone werden ebenfalls angezeigt. Preislich liegt Fossil unter den Mitbewerbern. Die Uhren gehen für rund 280 Euro (Q Venture) und rund 300 Euro (Q Explorist) in den Handel.

Von: APA/dpa