Opfer von Grandcrab können ihre Daten mit einem Polizei-Tool wiederherstellen

So retten Opfer des Grandcrab-Trojaners ihre Daten

Mittwoch, 20. Februar 2019 | 15:47 Uhr

Opfer des Verschlüsselungstrojaners Grandcrab können ihre Daten wiederherstellen. Nach Angaben der deutschen Kriminalpolizei ist ein entsprechendes Tool innerhalb einer Europol-Kooperation entwickelt worden.

Dieses kann auf der Seite NoMoreRansom.org heruntergeladen werden. Auch eine Anleitung findet sich dort. Das Tool unterstützt den Angaben zufolge die Grandcrab-Versionen v1, v4, v5 und v5.1. Die Entschlüsselung sei bereits erfolgreich auf Systemen mit Windows XP, Windows 7 und Windows 10 getestet worden.

Die Polizei rät Nutzern grundsätzlich, sich nicht von erpresserischer Schadsoftware, die Daten auf dem Rechner verschlüsselt, einschüchtern zu lassen. Opfer sollten kein Geld an die Täter zahlen und Anzeige erstatten. Denn selbst gegen Lösegeld gibt es keinerlei Garantie dafür, dass man danach seine Daten dauerhaft wiederherstellen kann.

Vielmehr erhalten die Täter Feedback, dass ihre Schadsoftware funktioniert und sehen sich in ihrem “Geschäftsmodell” bestätigt. Der beste Schutz vor Erpressung durch Ransomware ist die regelmäßige Sicherung aller oder zumindest der wichtigsten Dateien auf externen Datenträgern.

Von: APA/dpa