Raiffeisenverband Südtirol zieht positive Bilanz

“Solide und stabil aufgestellt”

Freitag, 10. Juni 2022 | 23:08 Uhr

Bozen – Der Raiffeisenverband Südtirol zog heute Bilanz über ein gutes Geschäftsjahr 2021. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen entwickelte sich das Raiffeisen-Genossenschaftswesen positiv und zeigt sich solide, stabil und leistungsstark.

„Für den Raiffeisenverband war 2021 ein intensives und erfolgreiches Jahr“, sagte Verbandsobmann Herbert Von Leon im Pavillon des Raiffeisenhauses. Dabei wurde der Raiffeisenverband seiner Rolle als Interessenvertreter der Mitgliedsgenossenschaften gut gerecht. Als Errungenschaft nannte Von Leon die Novellierung des Regionalgesetzes Nr. 1/2000, um die strengen staatlichen Vorgaben für die Leitungsorgane von Banken an die lokalen Gegebenheiten anzupassen. „Dadurch können in den Raiffeisenkassen auch weiterhin Menschen aus der Breite der Bevölkerung als Verwaltungsräte tätig sein und die Basis der Mitglieder bleibt angemessen vertreten“, sagte Von Leon. Ebenso unterstützte der Raiffeisenverband das im Regionalrat beschlossene Gesetz für die Bürgergenossenschaften. „Eine zukunftsträchtige Form, um Gemeinwohl und aktive Bürgerbeteiligung vor Ort zu stärken“, so Verbandsobmann Von Leon. In Zusammenarbeit mit den Energieunternehmen Alperia und Regalgrid Europe bündelte der Raiffeisenverband im Berichtsjahr das Know-how für die Gründung genossenschaftlicher Energiegemeinschaften. Mitgliedsgenossenschaften entwickeln sich positiv Die Mitgliedsgenossenschaften des Raiffeisenverbandes konnten sich im zweiten Pandemiejahr trotz steigendem Kostendrucks positiv entwickeln. Die Raiffeisenkassen mit der Raiffeisen Landesbank verzeichneten Zuwächse bei den Einlagen und Ausleihungen: Die direkten Kundeneinlagen stiegen um acht Prozent auf 13,7 Milliarden Euro, die Ausleihungen stiegen um fünf Prozent auf über elf Milliarden Euro; der Überschuss lag mit 143 Millionen Euro deutlich über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt. Die landwirtschaftlichen Genossenschaften entwickelten sich unterschiedlich und konnten trotz starker Kostensteigerungen ihre Markposition behaupten. Die Obstgenossenschaften blicken auf ein positives Geschäftsjahr 2020/21 zurück und zahlten den Mitgliedern über 415 Millionen Euro aus. Die Kellereigenossenschaften verzeichneten nach dem Markteinbruch im Vorjahr eine rege Nachfrage und zahlten den Mitgliedern für die angelieferten Trauben 72,6 Millionen Euro aus. Die Molkereigenossenschaften verbuchten ein schwieriges Geschäftsjahr und zahlten den Milchlieferanten mit 213 Millionen Euro etwas weniger als im Vorjahr aus. Die 54 Energiegenossenschaften produzierten im Geschäftsjahr 249 Gigawattstunden Strom und 395 Gigawattstunden Fernwärme. Die elf Einkaufs- und Konsumgenossenschaften erzielten gute Ergebnisse und stärkten die lokale Nahversorgung durch neue Geschäftseröffnungen. Die Sozialgenossenschaften steigerten ihren Umsatz nach der schwierigen Pandemie um 15 Prozent deutlich und verbuchten steigende Mitgliederzahlen. Dem Raiffeisenverband gehören weiters Viehwirtschaftsgenossenschaften, sonstige landwirtschaftliche Genossenschaften, Wassergenossenschaften, Wohnbau- und Parkplatzgenossenschaften, Kindergarten- und Kulturheimgenossenschaften und sonstige Genossenschaften an.

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

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