Ausbau bis 2020 auf Gesamtleistung von 300 MW

Sonnenenergienutzung in Südtirol

Mittwoch, 09. September 2015 | 12:49 Uhr

Bozen – Die Energienutzung in Südtirol hat neben der Wasserkraft als weiteres Standbein die Sonnenenergie erschlossen. Durch die fortschreitende technologische Entwicklung konnte die Sonnenenergie zusehends für die elektrische Nutzung gewonnen werden. Die öffentliche Förderung von Photovoltaikanlagen und das Propagieren der sogenannten „grünen Energie“ haben zu einem massiven Ausbau der Sonnenenergienutzung in Südtirol geführt. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas setzte sich in einer Anfrage mit der Thematik auseinander. Im Zentrum standen auch die möglichen negativen Auswirkungen auf das Stromnetz.
 
„In einzelnen Fällen wird es notwendig sein, das Netz auszubauen“, stellt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Blaas einleitend fest. „Schutzeinrichtungen an den Photovoltaikanlagen sollen Schäden am Stromnetz durch die Einspeisung elektrischer Energie aus den Anlagen vermeiden. Die Energieproduktion der Anlagen hängt von der Sonneneinstrahlung ab und unterliegt deshalb jahreszeitlichen und witterungsbedingten Schwankungen. Das ursprüngliche Stromnetz war auf einen konstanten Energiefluss ausgerichtet und nicht auf große Schwankungsbreiten“, unterstreicht Walter Blaas.
 
„Die derzeitigen Schwankungen können vom nationalen Verbundnetz aufgefangen werden. Die große Herausforderung bleibt jedoch die Nutzung der erzeugten Energie in der Nähe des Produktionsortes. Die Rückspeisungen auf das Verbundnetz, die durchaus Belastungen hervorrufen können, sollen möglichst gering gehalten werden“, entnimmt Walter Blaas aus der ihm vorliegenden Antwort auf seine Anfrage.
 
„Indes hat die Sonnenenergienutzung im vergangenen Jahrzehnt stark zugenommen. 7.600 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtfläche von 1,6 Millionen Quadratmetern produzieren jährlich etwa 250 Millionen kWh Strom. Etwa 10 Prozent des Stromverbrauchs in Südtirol wird durch die Energieproduktion durch Photovoltaikanlagen gedeckt. Im internationalen Vergleich liegt unser Land damit im Spitzenfeld“, so Blaas abschließend.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen