Es braucht mehr hochqualifizierte Arbeitskräfte

Steigendes Qualifikationsniveau im Maschinenbau erforderlich

Mittwoch, 13. Juli 2016 | 10:51 Uhr

Bozen – Im Südtiroler Maschinen- und Fahrzeugbau braucht es mehr hochqualifizierte Arbeitskräfte. Vor allem bei akademischen Berufen und Führungskräften ist bis 2025 von einem deutlichen Zusatzbedarf auszugehen. Im Gegensatz dazu wird die Anzahl der benötigten Mitarbeiter/innen mit niedrigem Qualifikationsniveau in Zukunft sinken. Dies zeigt eine Studie des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen, die den zukünftigen Arbeitskräftebedarf in Südtirol untersucht hat.

Die durchschnittliche Arbeitsproduktivität, d.h. die Wertschöpfung je Beschäftigten, im Südtiroler Maschinen- und Fahrzeugbau lag im Jahr 2012 bei 44.500 Euro. Bei den produktivsten Regionen in Europa ist dieser Wert mehr als doppelt so hoch. Um die Arbeitsproduktivität in diesem Sektor zu steigern, braucht es vor allem eine Anpassung der Qualifikationsstruktur der Arbeitskräfte an jene der Top-Regionen in Europa.

Das WIFO hat für den Sektor Maschinen- und Fahrzeugbau Szenarien zum zukünftigen Arbeitskräftebedarf bis zum Jahr 2025 erstellt. Bei den beiden Berufsgruppen mit den höchsten Anforderungsniveaus, Führungskräfte und Akademische Berufe, ist ein deutlicher Anstieg der Beschäftigung erforderlich. Die benötigten Führungsqualifikationen beziehen sich hauptsächlich auf den kaufmännischen Bereich sowie die Warenproduktion, während Ingenieure und Betriebswirte den größten Anteil bei den Akademischen Berufen stellen. Auch Handwerker, insbesondere Metallarbeiter, werden in Zukunft für den Maschinen- und Fahrzeugbau stärker benötigt. Der Bedarf an Technikern sinkt, die Berufsgruppe bleibt jedoch nach wie vor wichtig. Der Bedarf an Bürokräften, Bedienern von Anlagen und Maschinen, Monteuren und Hilfskräften wird in diesem Sektor hingegen eher zurückgehen.

Der Generalsekretär der Handelskammer Alfred Aberer betont: „Für die Zukunft ist es entscheidend, das bestehende Bildungsangebot weiter zu entwickeln und an die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Dies trifft auch auf die duale Ausbildung, einem wesentlichen Pfeiler des Südtiroler Bildungssystems, zu.“

Von: ©luk