Über 100 Projekte weltweit werden unterstützt

Sternsinger sammeln 1,3 Mio. Euro ein

Mittwoch, 29. Juli 2015 | 10:32 Uhr

Bozen – 6.000 Kinder sammeln jedes Jahr an Weihnachten als Sternsinger der Katholischen Jungschar Südtirols Spendengelder, mit denen über 100 soziale, pastorale und Bildungsprojekte auf der ganzen Welt unterstützt werden. Auch bei der Aktion Sternsingen 2015 zeigte sich die Südtiroler Bevölkerung spendenfreudig: Die Spendensumme beläuft sich auf 1.373.416 Euro.

Eine der tragenden Säulen der Jungschar ist „Hilfe getragen von Kindern“. In diesem Sinne gehen an die 6.000 Kinder Jahr für Jahr zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag von Haus zu Haus, verkünden in Wort und Gesang die Frohbotschaft der Menschwerdung Gottes und bitten als Sternsingerinnen und Sternsinger um Spenden, dank derer Kindern in aller Welt zu einem würdigen Leben verholfen werden kann.

 „Bei der Aktion Sternsingen 2015 konnten insgesamt 1.373.416 Euro an Spenden gesammelt werden. Die Jungschar möchte allen Südtirolerinnen und Südtirolern für ihre Spendenbereitschaft bedanken. Es freut uns immer wieder, wie solidarisch die Südtiroler Bevölkerung mit Menschen, die in schwierigen Verhältnissen leben, sind. Mit diesen Spenden eröffnen sich für viele Menschen neue Lebenschancen“, so Fabian Plattner, 2. Vorsitzender der KJS.

Die Vorstellprojekte 2016 – Peru

Einige der über 100 Projekte werden jedes Jahr ausgesucht und von den Vorsitzenden mit einem Filmteam im Laufe des Jahres besucht. So wird ersichtlich, wie das Geld vor Ort eingesetzt wird. Die besuchten Projekte werden stellvertretend für alle anderen im Sternsingenfilm vorgestellt, der im Dezember im Rai Sender Bozen ausgestrahlt wird.

Im Mittelpunkt der Aktion Sternsingen 2016 stehen zwei Projekte in Peru, welche der 2. Vorsitzende Fabian Plattner Ende Juni besucht hat. Eines dieser Projekte nennt sich „Sembradores“ und befindet sich in Huaraz. Hier werden Menschen mit Behinderung sowie Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. Gerade die indigene Bevölkerung ist in Peru stark von Diskriminierung und Benachteiligung betroffen. Das Projekt bietet vor allem Menschen mit Behinderung sowie Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen Beschäftigung und neue Zukunftsperspektiven. Die Südtirolerin Martina Drassl lebt seit einigen Jahren in Huaraz und begleitet das Projekt.

In Lima setzt sich der Comboni-Missionar Padre Juan Goicochea für Kinder und Jugendliche ein. Er hat in einem Armenviertel das Projekt „Casa de los talentos“ ins Leben gerufen, welches Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Beschäftigung und neue Hoffnung geben soll.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen