"Auch Angehörige bestmöglich unterstützen"

Stocker zum Welt-Autismus-Tag: “Lebensqualität verbessern”

Mittwoch, 01. April 2015 | 11:30 Uhr

Bozen – Etwa 200 Kinder und Jugendliche in Südtirol sind von Autismus-Spektrum-Störungen betroffen. "Diese schwere soziale Kommunikationsstörung ist eine tagtägliche Herausforderung für betroffene Familien", so Landesrätin Stocker zum Welt-Autismus-Tag am morgigen 2. April. "Deshalb gilt es nicht nur Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Autismus, sondern auch Angehörige bestmöglich zu unterstützen."

Autismus beeinträchtigt die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten der betroffenen Menschen und verursacht häufig ungewöhnliche und sich wiederholende Verhaltensweisen. In der Europäischen Union sind circa 3,3 Millionen Menschen von dieser Entwicklungsstörung betroffen. Die Interessen von Autisten sind meist auf bestimmte Gebiete begrenzt, in welchen manche jedoch außergewöhnliche Fähigkeiten entwickeln, beispielsweise Kopfrechnen, Zeichnen, Musik oder Merkfähigkeit. Die Früherkennung, die geeignete Behandlung der Erkrankung sowie die individuelle Förderung sind dabei entscheidend für ein gutes Leben als Kind, Jugendlicher und Erwachsener, weist die entsprechende UN-Resolution hin.

"Es ist unsere Aufgabe, betroffene Menschen und ihre Familien zu unterstützen", unterstreicht Landesrätin Stocker. "Wir konnten in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Angehörigen und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb die Situation analysieren, die Bedürfnisse der betroffenen Familien erheben und erste Schritte setzen." Eine besondere Herausforderung bleibe dabei etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen für die Jugendlichen. "Ziel unserer Bemühungen muss es dabei bleiben, die Kinder in der Erlangung einer größtmöglichen Selbstständigkeit zu fördern und die Lebensqualität der Familien zu verbessern", so Stocker. 

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen