Luxemburg übernimmt die Aktion 20.000

Stöger: Resonanz auf Langzeitarbeitslosen-Beschäftigungsplan

Donnerstag, 15. Juni 2017 | 15:00 Uhr

Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) hat sich beim EU-Rat in Luxemburg erfreut über die Unterstützung Luxemburgs für den Beschäftigungsplan Österreichs bei älteren Langzeitarbeitslosen gezeigt. Die Aktion 20.000, mit dem ebenso viele Langzeitarbeitslose über 50 Jahre im öffentlichen Bereich Beschäftigung finden sollen, werde von Luxemburg übernommen, so der Minister.

Stöger sagte, Europa brauche starke Allianzen mit einem sozialen Fundament. “Wenn man sich in Großbritannien genauso intensiv mit den Menschen auseinandergesetzt hätte wie mit dem Finanzplatz London, wäre der Brexit nicht passiert”. Für Stöger ist “ein starkes Europa” notwendig, aber “kein Europa der Starken”. Dabei müssten Gerechtigkeit und soziale Sicherheit in den Mittelpunkt rücken.

Der luxemburgische Arbeitsminister Nicolas Schmit assistierte, dass “Europa eine starke soziale Dimension” brauche. Die österreichische Initiative 20.000 für ältere Arbeitslose werde auch von Luxemburg übernommen, wobei es natürlich weniger Menschen betreffe, etwa 1.000. “So viele Arbeitslose haben wir nicht, die müssten wir ja importieren.”

Stöger will die Initiative ab 1. Juli starten. Es gehe darum, “Menschen, die keine oder wenig Chancen am Arbeitsmarkt haben, die Möglichkeit zu geben, in Würde Arbeit zu finden”. Konkret gehe es beispielsweise um Tätigkeiten bei der Altenbetreuung, auch in Schulen. “Wir haben 5.000 Schulen, aber kaum Schulsekretariate.”

Keine Fortschritte hat es beim EU-Sozialrat in Sachen Entsenderichtlinie gegeben. Weiterhin seien viele Länder dafür, dass eine 24-Monatsfrist für die Übernahme ins Sozialsystem eines Entsendelandes vorgesehen sei. Er selbst sei für nur sechs Monate.

Von: apa

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