Wer Geld auf der Bank liegen hat, wird bestraft

Strafzinsen in Österreich noch kein Thema

Mittwoch, 14. August 2019 | 17:50 Uhr

Eine steigende Zahl von Bankkunden muss in Deutschland womöglich bald Strafzinsen auf Einlagen zahlen. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins im September von minus 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent weiter absenken könnte. In Österreich ist diese Diskussion noch nicht angekommen, hieß es Mittwochabend aus dem österreichischen Bankenverband zur APA.

Beim Bankenverband wollte man aber nicht ausschließen, dass sich eine solche Debatte auch hierzulande entwickelt. Bisher stellen nur wenige deutsche Institute ihren Kunden die Strafzinsen in Rechnung, wie die deutschen Zeitungen schrieben – zumeist sind demnach besonders hohe Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten im sechsstelligen Bereich betroffen. Die Möglichkeiten, die zusätzlichen Belastungen über Entgelte und Zinsen an die Kunden weiterzugeben, nannte Krautscheid “begrenzt”. Dies müsse jede Bank selbst entscheiden. “Aber der Druck steigt weiter, sie auszuschöpfen.”

Der deutsche Bankenverband forderte die EZB auf, unter ihrer künftigen Präsidentin Christine Lagarde umfassender die Folgen ihrer Geldpolitik mit Niedrig- und Negativzinsen zu prüfen. “Dazu müssten auch die Kollateralschäden der Niedrigzinspolitik mehr wahrgenommen werden – also in Deutschland die steigenden Immobilienpreise oder die Probleme für die Altersvorsorge”, sagte Krautscheid den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Von: APA/ag.

Kommentare

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2 Kommentare auf "Strafzinsen in Österreich noch kein Thema"


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Mammy
Mammy
Tratscher
10 Tage 3 h

nur für einlagen im 6 stelligen bereich??
wer soviel geld nur rumliegen haben kann, dem wirds nicht sooo weh tun ein paar euros abzutreten…. oder??

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
10 Tage 5 h

strafzinsen ?aber dass  geld muss auf der bank sein ,ja 😳

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