Streik in Ungarn mit Folgen

Streik in Györ bringt Audi-Bänder zum Stillstand

Montag, 28. Januar 2019 | 11:13 Uhr

Nach tagelangem Streik im ungarischen Motorenwerk Györ kann Audi am Stammsitz in Ingolstadt zu Wochenbeginn keine Autos bauen. Am Montag und Dienstag stünden die Bänder komplett still, sagte ein Firmensprecher am Montag. Einige tausend Fahrzeuge könnten nicht produziert werden, weil die Motoren aus Györ fehlten.

Das Werk Neckarsulm ist den Angaben zufolge derzeit nicht betroffen; dort seien bis Mitte der Woche ausreichend Motoren vorhanden. Wie es weiter geht, hängt dem Sprecher zufolge von den Verhandlungen in Ungarn ab. Audi spiele verschiedene Szenarien durch. “Wir fahren auf Sicht.”

Der Audi-Standort Györ ist das größte Motorenwerk im Konzernverbund und beliefert auch Volkswagen. Die Beschäftigten vor Ort waren am Donnerstag in den Streik getreten. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne um 18 Prozent und eine Angleichung an die Bezahlung in anderen Werken in Ost- und Mitteleuropa.

Von: APA/ag.

Kommentare

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1 Kommentar auf "Streik in Györ bringt Audi-Bänder zum Stillstand"


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Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
21 Tage 16 h

So langsam wachen die Leute im Osten auf und fangen an zu kapieren, weshalb die westeuropäischen Konzerne ihre Fabriken da drüben gebaut haben.

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